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Krefeld: Oppumer Pfarrgemeinden verteilen Sonnenblumensamen an Mitglieder

Kirche in krefeld : Sonnenblumensamen sollen triste Coronazeit verschönern

Die Oppumer Kirchengemeinden bringen mit einer besonderen Aktion „Sonne ins Herz“: 5.000 Tüten mit Sonnenblumensamen werden in den Gemeinden verteilt.

Mit besonderen Aktionen stellt die Pfarrei St. Augustinus in der Coronazeit Kontakt zu ihren Gemeindemitgliedern her. „Wenn die Menschen nicht zur Kirche kommen dürfen, kommt die Kirche eben zu den Menschen“, berichten Birgitta Gebauer vom Leitungsteam der Gemeinde und Dorothea Schneider, Pastoralassistentin.

Mit großem Engagement starteten sie  das Projekt mit dem geheimnisvollen Namen „Wenn der heiße Hugo die Herzkirsche trifft…“ und  waren überwältigt von dem großen Erfolg. Vor diesem Erfolg stand eine Menge Arbeit. Dorothea Schneider erinnert sich: „Wir haben  rund 5.000 Briefumschläge mit  je einem Teebeutel – eben dem „heißen Hugo“  der „Herzkirsche“ oder der „kleinen Sünde“ gefüllt. Die vier Ehrenamtlichen, die sonst den Pfarrbrief für die Gemeinden „Zu den Heiligen Schutzengeln“ und „St. Borromäus“ sowie „Pax Christi“ verteilen, waren mit Eifer bei der Sache, bezeichneten diese Arbeit von etwa drei Stunden als „Coronageselligkeit“.    Ein Gruß auf der  Fotokarte mit den Teeportionen sollte den Menschen Mut machen. „Abwarten und Teetrinken“ lautete der Appell. Das Verteilen beim Spaziergang, die Erkundung vom „Dorf Oppum“ – all das sei  ein ein schöner Nebeneffekt gewesen. Im Bereich Schutzengelpfarre wurden 2.500, im Bereich Borromäus 1.200 und Pax Christi 1000 Briefe verteilt, der Rest ging an Freunde und Verwandte.

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Birgitta Gebauer berichtet: „Die Aktion wurde sehr gut angenommen, auf unseren Aufruf, Fotos einzusenden, die zeigen, wie das Motto des Briefes ‚Trinken Sie ein Tässchen Tee’  umgesetzt wurde, haben wir  zahlreiche Fotos erhalten. Selten gab es eine dermaßen große Reaktion auf eine Aktion. Die vielen Fotos, die an den Fenstern der Gemeindehäuser von Schutzengelpfarre und St. Borromäus aufgehängt wurden, zeigen nun die Begeisterung beim Teetrinken.“

Und weil die erste Aktion so gut angenommen wurde, sind die Mitglieder des Leitungsteams mit ihren Helfern schon wieder mit einer neuen Idee beschäftigt. Dieses Mal haben sie auch die Evangelische Kirchengemeinde Oppum mit ins Boot geholt; die gute Ökumene trägt auch hier Früchte. „Unterstützt von Pfarrerin Katrin Fürhoff und dem Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde heißt es in Kürze:  Sunshine to go“, wie Gebauer ankündigt. Diesmal werden 5.000 Briefumschläge befüllt, und zwar mit Sonnenblumensamen. „Die Umschläge tragen die Logos beider Kirchen und die Karte den Aufruf ‚Hab Sonne im Herzen’, berichtet Dorothea Schneider, die sich sehr auf die Aktion freut. Sie hat sich um die Blumensamen gekümmert und daran gedacht, „dass es ja auch Menschen ohne Garten gibt, die auf dem Balkon Sonnenblumen züchten möchten, und die sollten dann nicht zu hoch werden, ungefähr so groß wie ich“, sagt sie augenzwinkernd. Man habe  sich Gedanken gemacht „über eine Aktion, die ein wenig Sonnenschein in diese triste Zeit bringt“, so Schneider. Vielleicht zeigen demnächst die Fenster der Gemeindehäuser viele Fotos von  Sonnenblumen – gezüchtet von fröhlichen Gärtnern.