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Kommentar zur Wahl: Krefeld: Neulinge werden schnell lernen müssen

Kommentar zur Wahl : Krefeld: Neulinge werden schnell lernen müssen

Die Patt-Situation der Großen SPD und CDU und eine buntgewürfelte Truppe, von der man nicht im Ansatz weiß, ob sie so etwas wie Professionalität in der Politik handhaben kann: Das Ergebnis der Ratswahl darf als Hypothek für die Stadt gesehen werden.

Die Patt-Situation der Großen SPD und CDU und eine buntgewürfelte Truppe, von der man nicht im Ansatz weiß, ob sie so etwas wie Professionalität in der Politik handhaben kann: Das Ergebnis der Ratswahl darf als Hypothek für die Stadt gesehen werden.

Der Rat steht vor wirklich schwierigen und bitteren Entscheidungen; es wird auch darum gehen, populistische Reflexe zu unterdrücken und entschlossen auch harte Schnitte vorzunehmen. Das gelingt normalerweise nur mit sicheren Mehrheiten.

Schon in den zurückliegenden Jahren hat sich immer wieder gezeigt, dass der Krefelder Rat, gelinde gesagt, debattierlustig ist. Jetzt sind noch ein paar unbeschriebene Blätter dazugekommen, die jedes Maß für Debatten und Effizienz sprengen könnten, wenn sie sich als Sebstdarsteller entpuppen.

Es gab schon mit sechs Gruppierungen viele Situationen, in denen Rat und Ausschüsse genervt waren von Leuten, die Diskussionen künstlich in die Länge zogen und immer noch eine Pirouette drehten, um ein- und dasselbe Argumente noch einmal vorzuführen.

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Die Neulinge im Rat werden schnell lernen müssen: Es gibt nichts zu verteilen in Krefeld, es gibt keine Zückerchen, keine Geschenke, es gibt nur harte und hässliche Arbeit. Schwierige Mehrheitsbildungen sind in der Politik ebenfalls harte Arbeit; die Kunst des Kompromisses hat meist im Kern wenig mit Eleganz und viel mit Disziplin und kontrollierter Selbstaufgabe zu tun. Ob etwa die Linke, die Macht in einem stabilen rot-rot-grünen Bündnis vor Augen, irgendeiner Kürzung zustimmen wird? Daran darf man zweifeln.

Vielleicht spricht einiges für eine große Koalition in Krefeld. Sie liegt ohnehin im Trend der Zeit.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Plakate zur Kommunalwahl 2014 in Krefeld

(erer)