Mentoring von Unternehmensleiterinnen Neues Programm – von starken Frauen lernen

Krefeld · Das Mentoring-Programm 2024 bietet jungen, ambitionierten Frauen die Chance, von Führungskräften niederrheinischer Unternehmen auf ihrem Weg in den Berufseinstieg begleitet zu werden.

 Personalleiterin Leire Zarraga von der Ormazabal GmbH in Krefeld freut sich auf den regelmäßig stattfindenden Austausch mit ihrer Mentee von der Hochschule Niederrhein, Jinane Mazirh (21).

Personalleiterin Leire Zarraga von der Ormazabal GmbH in Krefeld freut sich auf den regelmäßig stattfindenden Austausch mit ihrer Mentee von der Hochschule Niederrhein, Jinane Mazirh (21).

Foto: Unternehmerschaft Niederrhein/thomas lammertz

Die 34 Jahre junge Kristina Reichelt ist ein Beispiel für Frauen in Führungspositionen. Sie leitet das Krefelder Werk des finnischen Stahlkonzern Outokumpu mit mehr als 700 Mitarbeiter in ihrem Verantwortungsbereich. Damit solche Karrieren, wie die der Absolventin der Hochschule Niederrhein keine Einzelfälle bleiben, hat sich die Unternehmerschaft Niederrhein und die Hochschule mit dem Netzwerk „Leading Ladies in Town“ ein Projekt ausgedacht, um junge Talente frühzeitig an die Hand zu nehmen.

Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr ist das Mentoring-Programm 2024 gestartet. Es bietet jungen, ambitionierten Frauen die Chance, von Führungskräften niederrheinischer Unternehmen auf ihrem Weg in den Berufseinstieg begleitet zu werden. Unter dem Titel „Dein Kompass für den beruflichen Einstieg“ richtet sich die Neuauflage nicht mehr nur an weibliche Studienabsolventen des Fachbereichs Wirtschaftsingenieurwesen der Hochschule Niederrhein: Das Projekt konnte vornehmlich um die Fachbereiche Chemie, Maschinenbau und Verfahrenstechnik, Elektrotechnik und Informatik erweitert werden.

Während der Auftaktveranstaltung haben sich Mentorin und Mentee erstmals kennengelernt. Dabei sind auch die 21-jährige Jinane Mazirh und Leire Zarraga von der Ormazabal GmbH in Krefeld miteinander „gematcht“ worden. „Ich freue mich, meine Mentorin heute kennengelernt zu haben und bin froh, dass es sich gut mit ihr anfühlt. Wenn ich aus ihren Erfahrungen lernen und gleichzeitig auch meine Wünsche und Schwierigkeiten vor ihr offenbaren soll, muss es menschlich schließlich passen“, sagte Jinane Mazirh. Ihre verbleibende Zeit im Bachelorstudium des Wirtschaftsingenieurwesens möchte sie unter anderem nutzen, um Antworten zu finden, „wie ich meine Karriere nach dem Studium gestalten kann, um eine erfüllende Tätigkeit mit einer Work-Life-Balance, der Möglichkeit der Selbstständigkeit und einer vielseitigen Arbeitsumgebung zu erreichen.“

Dabei möchte Leire Zarraga sie künftig unterstützen. „Es gab eine Zeit, in der ich auch Schwierigkeiten damit hatte, meinen Weg zu finden“, so die Personalleiterin bei Ormazabal. „Heute habe ich großen Spaß an meiner täglichen Arbeit, weshalb ich nun gerne auch Jinane dabei helfen möchte, ihre Stärken zu identifizieren und auf dieser Grundlage ihren persönlichen Karrierewege zu erkunden.“

Durch einen von nun an regelmäßigen Austausch der hoch motivierten, aber noch wenig berufserfahrenen Studienabsolventinnen mit erfahrenen Führungskräften sollen die Studentinnen sich besser auf ihren späteren Berufseinstieg und die Wahl möglicher Vertiefungsmodule vorbereiten können. Zugleich sollen aber auch Personalpotenziale für die heimische Wirtschaft gehoben und genutzt werden.