Krefeld: Neue Risse im Glasdach am Ostwall

Krefeld : Neue Risse im Glasdach am Ostwall

Wieder sind an zwei Stellen des Glasdaches Risse aufgetaucht ohne erkennbare Ursache von außen.

(vo) Die Anzeichen verdichten sich, dass das Glasdach der Ostwall-Haltestelle eine Fehlkonstruktion ist: An zwei weiteren Dachelementen sind an ähnlichen Stellen Risse aufgetaucht. An beiden Stellen treffen jeweils Querstreben auf den Außenrahmen. Damit sind jetzt vier Elemente beschädigt. Am südlichen Ende zum Bahnhof hin fehlt eine Scheibe, eine weitere ist bei Erneuerungsarbeiten gesprungen. Die neuen Risse sind in Höhe der AHA-Spakassenfiliale und am nördlichen Ende aufgetaucht. Aller Voraussicht nach werden auch diese Bereiche mit Gittern abgesichert. Dies berichtet die Stadt auf Nachfrage. Über die Ursachen herrscht weiter Rätselraten. Die juristischen Auseinandersetzungen mit der Hersteller-Firma über die Reparaturkosten dauern an; die Stadt ließ dazu nichts verlauten.

Das Glasdach steht seit seit Ende 2015. Es ist 125 Meter lang und zwölf Meter breit. Die Herstellung der gebogenen Scheiben ist komplex. Die rund 20 Millionen teuren Umbauarbeiten für die Haltestelle starteten 2013 – nach einer mehr als 20-jährigen Debatte. Das Glasdach hat keineswegs, wie oft kolportiert, 20 Millionen gekostet, sondern rund drei Millionen Euro. Durch ein weniger aufwendiges Dach hätte man eine Million Euro sparen können, hatte Planungsdezernent Linne einmal erläutert.

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