Gastro im Kaiser-Wilhelm-Museum Pächterin für das Museumscafé K+ ist gefunden

Krefeld · Es ist eine gute Nachricht für die Gastronomie und die Kunstszene in Krefeld. Die Stadt hat eine Lösung für das Museumscafé gefunden. Eine Pächterin soll es künftig betreiben.

 Das Museumscafé K+ im Kaiser-Wilhelm-Museum mit der roten Bar: Hier soll künftig wieder ein regulärer Gastrobetrieb stattfinden

Das Museumscafé K+ im Kaiser-Wilhelm-Museum mit der roten Bar: Hier soll künftig wieder ein regulärer Gastrobetrieb stattfinden

Foto: Stadt Krefeld

Mitte Juli wird das K+ wieder als Museumscafé in Betrieb gehen. Die lange Suche nach neuen Betreibern ist zu Ende. Am Donnerstag, 20. Juni, will die Stadt präsentieren, wer künftig für die Gastronomie im Kaiser-Wilhelm-Museum zuständig ist. Nach Informationen unserer Redaktion ist es eine Pächterin.

Es war ein fröhliches Fest, als das Café im Kaiser-Wilhelm-Museum im April 2022 eröffnet wurde. Mit Vorfreude hatten die Krefelder sich am Wettbewerb beteiligt und ihm den Namen K+ gegeben. Ein durchdesigntes Museumscafé mit Bar - wie ein Gesamtkunstwerk: das kann längst nicht jede Stadt aufbieten. Der renommierte österreichische Designer Robert Stadler hat den Bereich im Erdgeschoss konzipiert - mit zahlreichen Anspielungen auf die textile Geschichte Krefelds. Sein Budget lag bei 420.000 Euro, ermöglicht unter anderem durch zahlreiche Sponsoren. Krefelder Firmen haben die Entwürfe des Designers umgesetzt.

Doch es war ausgerechnet das außergewöhnliche Konzept, das bisher den Erfolg verhinderte. Etliche Male musste die Eröffnung verschoben werden, weil ein Pächter fehlte. Mehrere Interessenten sind im Vorfeld abgesprungen, weil Stadler vertraglich maßgebliche Änderungen und Eingriffe in die Gestaltung unterbunden hat. Eine Kaltküche, die nur Kaffee, Kuchen und Kleingerichte anbieten kann, ist für viele rein rechnerisch kein Geschäft. Der Düsseldorfer Gastronom Hung Bui war mit vielen Ideen angetreten, gab aber nach fünf Monaten auf, weil die Vorstellungen von Gastronomie, Stadt und Museum stark auseinandergingen.

Lange lief das K+ dann als Bürgertreff, ein Ort, an dem Museumsangebote in lockerem Rahmen veranstaltet wurden, wo sich ein Kreis ukrainischer Frauen regelmäßig traf, wo beim langen Museumsdonnerstag „KunstImpuls“ das Catering stand. Aber ein durchgängiger gastronomischer Betrieb fehlte. Rachid Jaghou vom Zentralen Gebäudemanagement war immer zuversichtlich, neue Interessierte zu finden: „Die Räumlichkeiten haben Potenzial, das ist eine Chance für neue Pächter“, sagt er.