1. NRW
  2. Städte
  3. Krefeld

Krefeld: Neue Corona-Fälle in Gesamtschule und Kindertagesstätte

Situation in Krefeld : Neue Corona-Fälle in Gesamtschule und Kindertagesstätte

Vor dem Hintergrund der aktuellen Erfahrungen mit Covid-19-Fällen an Schulen hat die Stadtverwaltung alle Krefelder Schulleiter zu einer gemeinsamen Informationsveranstaltung eingeladen.

Zwei weitere Gemeinschaftseinrichtungen in Krefeld sind durch Corona-Fälle von einer Teilschließung betroffen. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, muss sich nach einem positiven Test in der achten Klasse der Maria-Montessori-Gesamtschule die komplette Jahrgangsstufe vorsichtshalber in häusliche Quarantäne begeben. In der Kindertagesstätte Germaniastraße wurde ein Betreuer positiv auf Covid-19 getestet. Eine Gruppe der Kita bleibt aus diesem Grund für die nächsten zwei Wochen geschlossen.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Erfahrungen mit Covid-19-Fällen an Schulen haben die Schulverwaltung und der Fachbereich Gesundheit alle Krefelder Schulleitungen in einer gemeinsamen Informationsveranstaltung noch einmal persönlich über das seit März seitens der Verwaltung einheitlich praktizierte Vorgehen mit klar definierten Meldeketten, Entscheidungsschritten und Kommunikationsmechanismen informiert. Hiernach wird den Schulen – sobald festgestellt ist, ob für Personenkreise Quarantäne oder die sogenannte „häusliche Absonderung“ festgesetzt werden muss – vom Gesundheitsamt unverzüglich ein Vorschlag für ein Anschreiben zur Verfügung gestellt, mit dem die Schüler-, Lehrer- und Elternschaft zügig über die notwendigen Maßnahmen und weiteren Schritte informiert werden.

Bei dem Termin hat das städtische Gesundheitsamt außerdem erklärt, nach welchen Ermittlungs- und Entscheidungsmechanismen im konkreten Fall Maßnahmen festgelegt werden und welche Abhängigkeiten es hier zu den in der Schule umgesetzten Infektionsschutzmaßnahmen gibt.

Als Reaktion auf die Eskalation bei den Protesten gegen die Corona-Auflagen in Berlin hat sich der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet für eine Bannmeile um das Reichstagsgebäude ausgesprochen. „Ich bleibe bei meiner Meinung, dass wir wie in Bonn eine Bannmeile brauchen", sagte der CDU-Politiker im Landtag in Düsseldorf. Diese stehe einer offenen Republik nicht entgegen. Beunruhigend sei, dass die Sorgen von Bürgern wegen der Corona-Krise von Neonazis und Reichsbürgern missbraucht würden: "Die Verbrüderung mit Neonazis ist in keinem Fall akzeptabel."

Am Reichstagsgebäude in Berlin hatten am Samstag mehrere Hundert Demonstranten Sperren durchbrochen und waren auf die Treppe vor dem Sitz des Bundestages gelangt. Einige hatten Reichs- und Reichskriegsflaggen geschwenkt. Die Polizei verhinderte ein Eindringen der Demonstranten in das Gebäude.