Kasernengelände Kempener Allee Happy End für die „Bradbury Barracks“ – wie Krefeld ein fabelhaftes neues Quartier bekam

Krefeld · Fast ein Wunder: Alle sind zufrieden – Denkmal- und Naturschützer, Gestaltungsbeirat, Bürgerverein, Anwohner. Fast 25 Jahre nach dem Abzug der Briten wird die Kaserne an der Kempener Allee zu einem schicken und gefeierten Wohn- und Geschäftsquartier. Wie es rundum glückte.

Das ehemalige Kasernengelände an der Kempener Allee: Auf dem Gebäuderiegel vorne ist der schöne Uhrenturm erkennbar, der erhalten bleibt. Der alte Nato-Funkturm hinten wird abgerissen.

Das ehemalige Kasernengelände an der Kempener Allee: Auf dem Gebäuderiegel vorne ist der schöne Uhrenturm erkennbar, der erhalten bleibt. Der alte Nato-Funkturm hinten wird abgerissen.

Foto: samla.de

Im Rat ist ein Satzungsbeschluss gefasst worden, der ein Riesending besiegelt: die Entwicklung des Kasernengeländes an der Kempener Allee, die ehemaligen „Bradbury Barracks“. Im Jahr 2000 wurde die Kaserne geschlossen, 2007 begann der Prozess der städtebaulichen Entwicklung, jetzt, 17 Jahre und mehrere Eigentümerwechsel später, steht fest: Aus den Barracks wird ein schickes Wohnquartier mit 725 Wohneinheiten für statistisch gesehen 1.668 Einwohner. Dazu kommt wohnverträgliches Gewerbe, sodass auf dem zwölf Hektar großen Gelände irgendwann rund 2200 Menschen leben und arbeiten werden. Das Ziel des Entwicklers Rauchfuss et Socii GmbH aus Köln ist es, das Quartier mit Namen Anglicus bis zum Jahr 2028 in ein lebendiges und nachhaltiges Stadtviertel zu transformieren. Die Investition umfasst rund 220 Millionen Euro. Was Planungspolitiker so oft nicht erleben dürften: Alle sind zufrieden, sogar die Fledermäuse, denn auch an sie ist gedacht. Ein Happy End im Krefelder Westen.