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Krefeld: Mediothek speichert Daten der Leseausweise

Ausleihfrist bis 2. Juni verlängert : Mediothek in Krefeld speichert Ausweisdaten

Die Stadt schätzt die Corona-Situation als „sehr stabil“ ein. „Ich werde und will nicht in den Chor derjenigen einstimmen, die sagen: alles halb so wild“, so Oberbürgermeister Meyer.

Die Mediothek bereitet sich auf eine Öffnung in der Corona-Zeit vor. „Es wird allerdings fast nichts so wie früher sein. Es können nur Medien zurückgegeben und neue ausgeliehen werden“, sagt Leiterin Evelyn Buchholtz. Lernen im Haus und die Nutzung der Computer sind nicht möglich. Übrigens: Beim Blick aufs aktuelle Rückgabedatum braucht niemand nervös zu werden. Die Frist für alle derzeit ausgeliehenen Medien ist bis zum 2. Juni verlängert worden.

Während noch im Februar durchaus mehr als 1000 Menschen täglich die Einrichtung aufsuchten, ist die Nutzung jetzt erheblich eingeschränkt. „Maximal 30 Personen dürfen gleichzeitig die Mediothek betreten“, so Buchholtz. Zur Kontrolle sind am Eingang 30 Körbchen abgestellt. „Jeder Besucher muss sich ein Körbchen nehmen, sind alle vergriffen, ist die zulässige Höchstzahl erreicht.“ Gleichzeitig gibt es Einschränkungen bei der Aufenthaltsdauer. 30 Minuten hat jeder Besucher Zeit, dann muss er das Gebäude wieder verlassen. „Trotz der Größe des Hauses müssen die Beschränkungen vorgenommen werden“, wirbt die Leiterin um Verständnis. Ein Tipp, um die 30 Minuten im Haus optimal ausnutzen zu können: Bücher können rund um die Uhr auch an der Außenrückgabe zurückgegeben werden.

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Reduziert sind ab sofort auch die Öffnungszeiten: Einlass ist dienstags bis freitags von 12 bis 18 Uhr. Der Samstag bleibt geschlossen. Um in das Gebäude zu gelangen, müssen Besucher am Eingang einen Leseausweis vorlegen. Die Nummer wird erfasst und gespeichert, damit im Zweifel zurückverfolgt werden kann, wer sich – mit Blick auf Corona – gleichzeitig in der Mediothek aufgehalten hat.

Die Zahl der Abstriche im städtischen Diagnosezentrum an der Schwertstraße ist auf 5204 Proben gestiegen. Insgesamt wurden bisher in der Seidenstadt 531 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. 105 sind aktuell infiziert (Vortag: 115), 405 Menschen gelten als genesen, 1704 befinden sich in Quarantäne. Aktuell werden in den Kliniken 20 Erkrankte behandelt, drei liegen auf den Intensivstationen, ein Betroffener wird künstlich beatmet. „Die Situation wird anhand der Zahlen als sehr stabil eingeschätzt, aber wir haben nach wie vor Risikoszenarien. Ich werde und will nicht in den Chor derjenigen einstimmen, die sagen: alles halb so wild. Wir müssen weiterhin beweisen, dass wir verantwortlich mit der Situation umgehen“, sagt Oberbürgermeister Frank Meyer als Leiter des Krisenstabs.

Im öffentlichen Raum wurden am Dienstag gut 100 Ansprachen durch Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdiensts (KOD) wegen der Kontaktverbote und der „Maskenpflicht“ verzeichnet. Eine Person musste dabei in Gewahrsam genommen werden, weil sie Widerstand leistete. Bei insgesamt 514 Kontrollen in Ladengeschäften seit 20. April wurden nur 26 Mängel bei der Hygienesituation festgestellt, die jeweils auf Ansprache behoben wurden. Bei ersten Kontrollen der Friseure und Fußpfleger, zunächst in Uerdingen, Linn und Bockum, kam es in 20 Betrieben zu keiner einzigen Beanstandung.