Krefeld: Marienschule ist "Erfolgreichste Schule im Schulsport"

Aus den Schulen : Marienschüler sind die Sportlichsten von Krefeld

Die Schüler vom Gymnasium Fabritianum und dem Berufskolleg Vera Beckers landeten auf Platz zwei und drei.

Die Gymnasiasten der Marienschule dürfen stolz auf sich sein: Durch ihren vorbildlichen Einsatz in den Schulsport-Wettkämpfen haben sie den Titel „Erfolgreichste Schule im Schulsport“ geholt. Bürgermeisterin Gisela Klaer überreichte ihnen zusammen mit Schulsport-Botschafter Justin Aydin (Fußballspieler der U21-Gehörlosen-Nationalmannschaft) den großen Pokal, den im vergangenen Jahr noch das Gymnasium am Moltkeplatz erhalten hatte. Zahlreiche Besucher verfolgten die Ehrung der erfolgreichsten Schulen und Mannschaften in der Glockenspitzhalle.

Gisela Klaer lobte das Engagement der Kinder und Jugendlichen und sagte: „Ich gratuliere allen erfolgreichen Schülern ganz herzlich. Ihr habt tolle Leistungen erbracht und Krefeld auch außerhalb der Stadtgrenzen super vertreten.“ Seit genau 50 Jahren sind die Krefelder Schulen beim Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ und „Jugend trainiert für Paralympics“ dabei. Zum 28. Mal hat die Schulsportmeisterehrung nun stattgefunden, zum dritten Mal vor einem Spiel der Handballer der HSG Krefeld in der Glockenspitzhalle.

Schulrätin Ann-Kathrin Kamber, Vorsitzende des Ausschusses für den Schulsport, interviewte im Anschluss Justin Aydin und erfuhr, dass der 17-Jährige gerade alles dafür tut, mit der U21 Gehörlosen-Nationalmannschaft erfolgreich zu sein und mit ihr die Europameisterschaft 2020 in Deutschland zu spielen (wir berichteten). Eine Gebärdensprachen-Dolmetscherin übersetzte das Gespräch, so dass auch die zahlreichen Gehörlosen der Hülser LVR-Luise-Leven-Schule, die auch Justin Aydin besucht hatte, das Interview verfolgen konnten.

Zehnmal gewannen die Marienschüler einen Wettbewerb, was jeweils drei Punkte bringt. 14-mal holten sie Silber (je zwei Punkte) und elfmal Bronze (jeweils einen Punkt). Das ergibt 69 Punkte – so viele wie keine andere Schule im vergangenen Schuljahr sammeln konnte. Besonders bemerkenswert: Die Schach-Mädchen wurden nicht nur Stadtmeister, sondern auch Zweite in ganz NRW. Die Tennis-Jungen der Wettkampfklasse III wurden Stadtmeister, Bezirksmeister und im Regierungsbezirk Zweiter.

Bürgermeisterin Klaer dankte den Lehrern und Betreuern, die sich mit viel Einsatz um die Sportler gekümmert hatten, und der Sparkasse für ihre finanzielle Unterstützung.

Das Gymnasium Fabritianum erreichte durch zehn erste, elf zweite und zehn dritte Plätze den zweiten Platz. Daneben durfte es sich über den Pokal für die beste Nachwuchsarbeit freuen, da es besonders viele Erfolge in den jüngeren Jahrgängen verzeichnen konnte. Die Fabritz-Ruderinnen holten den größten Erfolg der Uerdinger Schule. Dabei ging der Vierer gleich bei zwei Rennen der NRW-Regatta an den Start, sowohl im Rennboot, als auch im Gigboot, und wurde jeweils Zweiter hinter dem Boot aus Minden. Das Rennboot durfte daher zum Bundesfinale nach Berlin und kam hier auf Rang neun.

Erfolgreich waren auch die Leichtathleten des Vera Beckers-Berufskollegs. Sowohl die Jungen als auch die Mädchen wurden Stadtmeister, auf NRW-Ebene sprang dann Platz drei und fünf heraus. Ähnlich gut waren die Schwimmer. Nach dem Stadtmeistertitel wurden die Jungen NRW-Sechster, die Mädchen NRW-Siebter. Insgesamt errangen die Vera Beckers-Schüler Rang drei durch 13 Siege, sechs zweite und sieben dritte Plätze. Für das Berufskolleg-Team gab es zudem einen weiteren Pokal: Denn keine andere Schule holte so viele Titel, insgesamt 13, wie das Vera Beckers.

Spontan kam auch Ringerin Aline Focken zu der Ehrung. Sie zeichnete die Schüler des Vera Beckers-Berufskollegs aus und stand auch für Autogrammwünsche bereitwillig zur Verfügung.