Krefeld: Lebenshilfe freut sich über steigende Mitgliederzahl

Krefeld : Lebenshilfe: Mehr Mitglieder und über 300 Vollzeitstellen

(bk) Die Lebenshilfe Krefeld hatte zur Mitgliederversammlung geladen und zahlreiche Teilnehmer kamen. Thomas Delschen, Vorsitzender des Präsidiums, gratulierte Präsidiumsmitglied Karl Heinz Hoffmann und dessen Ehefrau zu 25 Jahren Mitgliedschaft.

Er stellte auch einen neuen Fachdienst vor, der seit Anfang Januar besteht und mit dem Schwerpunkt Pflege für Menschen mit Behinderung arbeitet. Der Pflegedienst der Lebenshilfe Krefeld ist ein inklusives Angebot für die Stadt Krefeld: Menschen mit und ohne Behinderung werden gepflegt. Etwa die Hälfte der Menschen in Pflege hat eine Behinderung und gehört zu den Bewohnern und Klienten der Lebenshilfe. Die andere Hälfte sind Krefelder Bürger ohne Behinderung. Der Pflegedienst beschäftigt mittlerweile mehr als ein Dutzend Mitarbeiter. Delschen: „Ich bin froh, dass das so gut angelaufen ist.“

Heiko Imöhl, Sprecher des Vorstands, zeigte sich mit der Entwicklung zufrieden: Die Mitgliederzahl des Vereins ist leicht gewachsen, desgleichen die Zahl der Mitarbeiter. Viele Menschen arbeiten Teilzeit, umgerechnet sind es über 300 Vollzeitstellen bei der Lebenshilfe. Der Schwerpunkt des geschäftsführenden Vorstands liegt auf Maßnahmen, mit denen dem Fachkräftemangel entgegengetreten werden kann. So wurde die Zahl der Auszubildenden erhöht; allen Absolventen des berufsbildenden Jahres konnte eine Beschäftigung bei der Lebenshilfe angeboten werden.

Auch in den beiden inklusiven Kindertagesstätten der Lebenshilfe stiegen die Zahlen: „Die Eltern wollen von unserer Fachkompetenz profitieren“, sagte Wöllert. Im Bereich Wohnen kann die Lebenshilfe auf die Fertigstellung des Ersatzbaus St. Peter in Uerdingen zurückblicken und auf das Richtfest in Oppum. Dort errichtet die Wohnstätte ein Haus, in dem die Lebenshilfe für ihre Klienten Wohnraum anmieten kann. Für die Zukunft plant sie die Einrichtung eines Büros für Leichte Sprache, das von der Aktion Mensch gefördert wird. Daniela Hattstein, Elisabeth Klein-Freibüter und Klaus Geurden wurden einstimmig erneut ins ehrenamtliche Präsidium gewählt. Besonderen Dank für sein Engagement in Verein und Stiftung Lebenshilfe erhielt Ilja Wöllert, der den Verein aus persönlichen Gründen zum Jahresende verlässt.