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Krefeld: Land NRW schnürt Hilfspaket für Sportvereine in Not

Unterstützung für Krefeld : Land NRW schnürt Hilfspaket für Sportvereine in Not

„Die Stadtverwaltung kann ab sofort eigenständig Aufträge bis zu einer Höhe von 100.000 Euro vergeben“, erklärt CDU-Landtagsabgeordnete Britta Oellers.

Die CDU weist auf Unterstützung für heimische Handwerker und Sportvereine in der Seidenstadt hin. „Die Stadtverwaltung kann ab sofort eigenständig Aufträge bis zu einer Höhe von 100.000 Euro vergeben“, erklärt CDU-Ratsfrau und Landtagsabgeordnete Britta Oellers. Entsprechende Vergaberichtlinien habe das Land NRW für die Kommunen vereinfacht. Noch sei die Bauwirtschaft eine der Branchen, die die Konjunktur in der Corona-Krise besonders stützt. „Auf vielen Baustellen kann derzeit weiterhin gearbeitet werden. Allerdings darf die eingeschränkte Arbeitsfähigkeit in der öffentlichen Verwaltung die Bautätigkeit nicht behindern.“ Auch für Sportvereine, die durch die Corona-Auswirkung in Not geraten, ist ein Hilfspaket geschnürt worden. „Der Rettungsschirm hierfür beträgt derzeit zehn Millionen Euro, der einzelne Verein kann bis zu 50.000 Euro anfordern“, ergänzt MdL Marc Blondin, Vorsitzender des Krefelder Sportausschusses. Entsprechende Antragsformulare sind beim Landessportbund erhältlich.

Mit „Freude aber auch mit einer gewissen Anspannung“ haben die beiden Politiker die jüngste Lockerung der Ladenöffnung in Krefeld beobachtet. Nach einem Monat Verkaufsstopp dürfen Geschäfte mit einer Ladenfläche von bis zu 800 Quadratmetern nun wieder aufmachen. „Wir müssen wachsam sein“, so Blondin. „Wir dürfen jedoch in der Öffentlichkeit und der Politik nicht nur noch über die Zurücknahme von Beschränkungen reden. Die Gefahr der Corona-Infektionen in Deutschland ist weiter sehr hoch. Wichtig ist, dass der Abstand eingehalten wird und die Menschen der Empfehlung folgen, beim Einkauf eine Maske zu tragen.“ Man müsse abwarten, wie sich die Öffnung der Geschäfte in den Innenstädten auf die Infektionszahlen auswirken. „Wir sind von der Normalität weit entfernt.“

Oellers fordert von der Verwaltung zeitnah eine erste Bilanz, wie sie die Öffnung der Geschäfte bewertet. „Die Krefelder haben sich in den vergangenen Wochen vorbildlich verhalten. Es stellt sich nun allerdings die Frage, ob und wie der Kommunale Ordnungsdienst die neue Situation überprüfen kann“, so die Politikerin. Hierbei seien – auch mit Blick auf das Personal – Flexibilität und Kreativität gefragt.

Für einige Schüler gilt ab Donnerstag in Nordrhein-Westfalen wieder die Schulpflicht. Dazu gehören nach Angaben des Schulministeriums Schüler in Abschlussklassen an weiterführenden Schulen, Förderschulen und Berufskollegs, die vor Prüfungen stehen. Dies konkretisierte das Fachministerium am Wochenende in einer Mail an alle Schulen. „Ich finde es richtig und wichtig, dass die Abiturprüfungen geschrieben werden“, erklärt Oellers. Sie räumt allerdings ein, dass „Schule ein sehr emotionales Thema“ sei.

Die Kommunalpolitik läuft in Krefeld seit Wochen über Telefonkonferenzen ab: In mehreren Schalten wurden die Fraktionsvorsitzenden vom Oberbürgermeister unter anderem über Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus informiert, umgekehrt beantwortete die Verwaltung die Fragen der Politik. „Auch hier müssen wir in ersten Schritten zur Normalität zurückkommen“, so Blondin. Die nächste Ratssitzung sei für Anfang Mai geplant. „Es ist wichtig, dass die städtischen Gremien wieder tagen und die parlamentarische Ebene auch im kommunalen Bereich aktiv wird.“ Hier erwarten die Christdemokraten ebenfalls die entsprechende Vorarbeit der Verwaltung. „Die Stadt kann das einleiten.“