Krefeld: Kronprinzenviertel soll "urbane Oasen" bekommen

Innenstadt: Urbane Oasen für das Kronprinzenviertel

Das Kronprinzenviertel soll erblühen. Der Bürgerverein stellt jetzt ein Konzept für solche kleinen „urbanen Oasen“ vor.

Das Kronprinzenviertel rund um den Albrechtplatz soll aufgewertet werden. Der Bürgerverein Kronprinzenviertel hat dazu ein Konzept erarbeitet, das nun an die Bezirksvertretung Mitte verschickt wird, um es in einer der kommenden Sitzungen zu diskutieren.. Ziel ist es, durch kleine „urbane Oasen“ mehr Lebensqualität zu erreichen.

Der Bürgerverein Kronprinzenviertel möchte statt vieler Parkplätze an einigen Stellen lieber „urbane Oasen“ haben. Foto: Daniel John

Die Oasen sollen dort entstehen, wo heute noch Parkplätze sind. Zugunsten eines attraktiven Straßenbildes sollen vereinzelt Parkplätze umgewidmet werden. An ihrer Stelle sollen urbane Oasen, auch „Parklets“ genannt, für etwas Grün und Gemütlichkeit in der City sorgen. Die Kosten sind lauf Konzeptpapier überschaubar. Für zehn solcher Oasen werden insgesamt 100.000 Euro veranschlagt. Falls sich die Idee durchsetzen sollte und auch in anderen Innenstadt-Vierteln umgesetzt würde, könnten die Kosten sogar noch gesenkt werden.

In den Oasen können sich Anwohner auch über Termine im Viertel informieren. Foto: Jari Banas

In dem Anschreiben des Bürgervereins an die Bezirksvertreter heißt es: „Sollten Sie wie wir darin eine kreative und identitätsstiftende Chance sehen, die Lebensqualität in unserem Viertel nachhaltig zu stärken, würden wir uns sehr über Ihre Unterstützung freuen.“ Es gilt, eine Vision umzusetzen. Die Vision von einem Viertel, das nicht nur durch seine prächtige Bausubstanz besticht, sondern auch durch sein liebevoll gestaltetes Straßenbild, durch hübsche Bepflanzungen und kreative Ideen.

Die Oase ist nicht nur schön bepflanzt, sie bietet auch Platz für Informationen, Gespräche, einen Sandkasten oder Entspannung. Foto: Jari Banas
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Eine Oase ist viereinhalb Meter breit und zwei Meter lang, genau wie eine Parklücke. Sie besteht aus drei Modulen. So gibt es jeweils zur Straßenseite ein 30 Zentimeter breites begrüntes Hochbeet auf voller Länge, das mit Wildblumen bepflanzt wird. Pro Oase sind zwei der drei Module standardisiert und eines ist für eine variable Nutzung vorgesehen. Modul A setzt auf Bäume und Pflanzen in einem Hochbeet, Modul B sieht eine Plakatwand mit Infos übers Viertel und eine Sitzgelegenheit vor. Modul C lässt Raum für kreative Ideen wie einen Sandkasten, einen W-Lan-Hotspot oder eine Spieleecke.

Alle Oasen sollen so aufgebaut werden, dass sie leicht an einen anderen Ort zu versetzen sind, falls der gewählte Standort nicht optimal sein sollte. Mit dem Aufbau soll im Frühjahr begonnen werden. Sponsoren, die das Projekt mit einem vierstelligen Euro-Betrag unterstützen, bekommen eine Plakette, die an einer Oase der Wahl angebracht wird.

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