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Krefeld: Kreschtheater aktuelles Programm 2020

Kinder - und Jugendtheater in Krefeld : Kreschtheater unter freiem Himmel

Das Kreschtheater beendet die Corona-Zwangspause und gibt einen Ausblick auf die kommenden Monate. Auftakt ist an diesem Samstag, 20. Juni, mit dem Stück „Gut gegen Nordwind“ von Daniel Glattauer. Auf der Bühne steht ein Ehepaar. Auch alle weiteren Stücke sind mit Paaren besetzt.

Einen Roman auf die Bühne zu bringen, in dem zwei Menschen ausschließlich vor dem Computer sitzen und nichts anderes tun, als sich gegenseitig E-Mails zu schreiben, mag vielleicht schwer vorstellbar sein, ist aber möglich. Zum Auftakt nach der Corona-Zwangspause wird im Kreschtheater an der Virchowstraße am kommenden Samstag, 20. Juni, das Stück „Gut gegen Nordwind“ von Daniel Glattauer gespielt. Das sei besonders in Zeiten der Corona-Pandemie nicht nur gut zu realisieren, sondern auch thematisch passend, sagt Intendantin Isolde Wabra vom Kreschtheater.

Bedingt durch Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln sei es schwierig, Stücke zu realisieren, die mit mehreren Schauspielern gespielt werden. Daher wurden für die kommenden Aufführungen nur Theaterstücke mit einem oder zwei Protagonisten gewählt. Das Besondere: „Die Schauspieler-Paare sind auch im wirklichen Leben Paare“, berichtet Isolde Wabra.

Das Theaterstück von Glattauer ist beispielsweise eine Zwei-Personen-Stück, das eine Liebesgeschichte mit Hindernissen erzählt. In der Geschichte geht es um eine Frau namens Emmi Rothner, die eigentlich eine E-Mail an einen Verlag schreiben wollte. Durch einen falsch getippten Buchstaben landet ihre E-Mail allerdings irrtümlich bei dem Linguisten Leo Leike. Was anfänglich ein kurzer und zufälliger Wortwechsel ist, wird mit der Zeit der Grundstein für weitere E-Mails zwischen den beiden. Gespielt werden die Rollen Emmi Rothner und Leo Leike von Isolde Wabra und ihrem Mann Johannes Stelzhammer. „Ich kann mich mittlerweile so gut in die Figur hineinversetzen“, sagt Isolde Wabra. Denn auch inhaltlich sei das Stück in Zeiten von Corona sehr passend. „Wir erleben jetzt die  Digitalisierung, aber auch, dass das Kennenlernen oder sich Näherkommen mit Hindernissen verbunden ist“, sagt Isolde Wabra. Sie will nicht zu viel verraten, denn wie die Begegnung der beiden ausgeht, kann das Publikum in dem zweiten Stück „Alle sieben Wellen“, das am darauffolgenden Samstag, 27. Juni, aufgeführt wird, erfahren.

Gezeigt werden die Stücke auf dem Hof des Theaters an der Virchowstraße. Corona habe auch ein Stück weit das Hoftheater zurückgeholt, sagt Isolde Wabra. Nur bei Unwetter sollen die Aufführungen auf der Studiobühne 1 stattfinden. Drinnen und draußen ist Platz für gerade einmal 38 Zuschauer. „Es rechnet sich zwar nicht, aber es lohnt sich in jedem Fall“, sagt Isolde Wabra. Mit den Lockerungen wären bis zu 80 Plätze möglich, dennoch ist es der Intendantin wichtig, dass die Gäste die Theaterstücke ganz entspannt, gemütlich und insbesondere auch sicher anschauen können. Daher sollen trotz der Lockerungen Abstandsregeln sowie Hygienemaßnahmen eingehalten werden.

„Endlich können wir Corona mit dem Auftakt der Theateraufführungen ein Stückweit vergessen“, sagt Isolde Wabra erleichtert. Es sei eine sehr schwierige Zeit für Schauspieler und Künstler gewesen. „Doch jede Rolle, die besetzt werden konnte, war auch ein Zeichen von Hoffnung.“

Das Theaterstück „Gut gegen Nordwind“ ist für Zuschauer ab 14 Jahre geeignet. Informationen zu allen weiteren Aufführungen stehen im Internet unter www.kresch.de. Tickets gibt es online.