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Krefeld: Kresch spielt Theater in den Schulen

Neue Wege in Corona-Zeiten : Kresch spielt Theater in den Schulen

Mit dem Kindertheater ist es wie mit dem Propheten und dem Berg. Wenn die Klassen nicht so ohne weiteres zum Kresch kommen können, müssen die Stücke in die Schulen gebracht werden.

„Die aktuellen Corona-Bedingungen ermöglichen uns, die mobilen Theaterstücke in Schulen aufzuführen“, sagt Kresch-Leiterin Isolde Wabra. „Die Lehrer haben unglaublich dankbar darauf reagiert, und wir haben viel positive Rückmeldungen erhalten.“  Denn  bei den  mobilen Stücken gelten sowohl die Coronavorschriften für Schulen, als auch die noch strengeren Vorschriften für die Theater. „a die Kinder bei uns eine Vorstellung für eine oder maximal für zwei Klassen einer Schule buchen können und Institutionen nie gemischt werden, bieten wir den Schulen optimale Voraussetzungen. Beides in Kombination erfordert schon eine enorme Strategie dies konsequent einzuhalten und dennoch den Schülern eine anspruchsvolle Aufführung zu bieten“ berichtet Wabra.

Das Lüften werde dann eben ins Spiel eingebaut und die Maske gilt als Tarnung gegen den Piratenkapitän. „So eine mobile Veranstaltung steht also unter strengsten Auflagen und bedarf detaillierter Absprachen im Vorfeld“, sagt die Kresch-Leiterin. Alles machbar, findet sie. Es sei nicht angebracht, zu jammern: „Wenn wir Kulturschaffenden systemrelevant sein wollen, müssen wir dies sehr deutlich durch Ideen und Konzepte sichtbar machen. Die große Frage ist für uns: Wie erleben die Kinder und Jugendlichen diese Zeit. Wir sind dazu verpflichtet, Momente der Freude zu schaffen.“

Kulturräume sollten nicht mit Angst besetzt sein, sondern Schutzräume sein, „Orte, an denen sich die Menschen sicher fühlen sollen. Natürlich brauchen die Theater die Zuschauer, aber in dieser globalen Notlage, in der wir uns befinden, ist unser Motto: Wir sind für Euch da“, sagt Wabra. Sie ist hofft, dass im Dezember die Lockdown-Maßnahmen gelockert werden. Im Kresch-Kalender sind schon zwei Drittel der Dezember-Vorstellungen ausverkauft. „Bisher gab es noch keine Absagen. Wir haben auf alle Wünsche und Ängste individuell reagiert und uns viel Zeit dafür genommen. Ich hoffe sehr, dass sich im Dezember die Aufführungsmöglichkeiten wieder ändern und wir auch im Kresch Stücke zeigen können. Unter welchen Bedingungen wird sich zeigen. In den vergangenen Monaten haben wir uns an strengere Regeln gehalten, als es die Bestimmungen vorgaben, damit unser Publikum angstfrei die Aufführungen genießen konnte – so wollen wir es künftig auch ermöglichen.“

Infos zu den mobilen Produktionen des Kresch gibt es auf der Homepage www.kresch.de