Krefeld: Krefelder Tafel unterstützt Kinder mit Schulranzen

„Aktion Schulstart“ : Krefelder Tafel unterstützt Kinder mit Schulranzen

150 Kinder haben von der „Aktion Schulstart“ bereits profitiert. Ziel ist, ihnen einen guten Start in die Schule zu ermöglichen.

Die Krefelder Tafel unterstützt 5000 Menschen mit Lebensmitteln, von denen 1850 Kinder sind. Jetzt hat sich die Organisation mit der Stadt Krefeld und der Initiative „Krefeld für Kinder“ zusammengetan und sich ein weiteres Projekt zur Unterstützung von hilfsbedürftigen Krefeldern auf die Fahne geschrieben: die „Aktion Schulstart“. Dafür wurde ein Partnerunternehmen mit Sitz in Nürnberg gewonnen, die Aktion mit hochwertigen Schulranzen, befüllten Mäppchen, Schlampermappen, Turnbeuteln und Portemonnaies mit sechs aktuellen Motiven für Jungen und Mädchen. Die dafür in Frage kommenden Familien zahlen dafür einen Obolus - statt der eigentlichen Summe von 150 Euro fallen nun nur noch 30 Euro Kosten an. „Dieser Eigenanteil soll zur größeren Wertschätzung führen und auch dem Selbstwertgefühl derjenigen dienen, die von dem Angebot profitieren“, sagte Schuldezernent Markus Schön bei der Vorstellung der Aktion.

Vor gut sechs Wochen sei die Idee geboren worden. Seither wurden gut 150 Schulranzen ausgeteilt. Den Bedarf hatte die Organisation an den Abgabestellen der Tafel und über die Kooperation mit Kindergärten abgefragt. In dieser und der kommenden Woche gibt es dazu sechs Termine, an denen die Schulsachen abgeholt werden können.

Ziel der Aktion ist, Kindern aus ärmeren Familien einen guten Schulstart zu ermöglichen. Schulsachen sind eben teuer und für viele Familien finanziell kaum zu stemmen. Daher würden sie häufig auf minderwertige Schulsachen zurückgreifen und dadurch die Kinder möglicherweise zu einer potenziellen Zielscheibe von Diskriminierung machen – was wiederum den Kindern die Freude am Gang zur Schule nehmen könnte.

„Ein positiver Schulstart ist wichtig für die Kinder. Durch die Bildung, die sie hier bekommen, ist es für sie leichter, den Absprung aus der Armut zu schaffen. Zur Tafel kommen regelmäßig Menschen aus der dritten Generation einer Familie. Wir als Tafel wollen einen kleinen bescheidenen Beitrag dazu leisten, den Kindern eine Hilfestellung aus der Armut heraus zu bieten, eben dadurch, dass wir ihnen helfen, sich schulisch zu bilden“, sagt Hansgeorg Rehbein, Vorsitzender der Krefeld Tafel, gleichwohl wissend, dass ein guter Schulstart noch lange keine Garantie für Bildung ist.

Die Aktion soll nun zu einer dauerhaften Einrichtung werden. Im kommenden Jahr wollen die Verantwortlichen schon früher mit der Vorbereitung anfange, um noch mehr Kindern als bislang helfen zu können. Die Organisatoren zeigten sich schon für den Anfang zufrieden: In Krefeld sei jedes vierte Kind arm, und von dieser Vielzahl hätten sie mit ihrer Aktion jedes dritte Kind unterstützt.

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