Krefeld: Kreative Kindergeburtstage in der Flamingobox am Ostwall

Kreativ in Krefeld : Neues Angebot für Kindergeburtstage

Jeannine Duman-Rumpel hat sich jetzt mit einer Kreativwerkstatt am Ostwall selbstständig gemacht. Dort wird mit Fimo gebastelt.

Die Augen der vier Mädchen fangen an zu leuchten, als sie die „FlamingoBox“ auf dem Ostwall betreten. Dort bietet Jeannine Duman-Rumpel ihre zweistündigen Bastelworkshops für bis zu zwölf Kinder an. Am 31. August ist die offizielle Eröffnung.

Jeannine Duman-Rumpel hat ihren kleinen Laden märchenhaft eingerichtet, wie ein Prinzessinnenzimmer ganz in Weiß und Rosa. Die Mädchen, die hier heute schon einen traumhaften Vormittag verbringen dürfen, können sich gar nicht entscheiden, was sie zuerst machen sollen. „Alles!“ beschließt die achtjährige Lya dann energisch. Es ist aber auch zu verlockend: aus Fimo lässt sich einfach so herrlich Schmuck herstellen, Ringe oder Kettenanhänger. Oder soll es doch ein Schlüsselanhänger sein? Fimo ist eigentlich gar nicht so viel anders als Knete, aber durch das 15-20 minütige Backen im Backofen wird das Schmuckstück fest und die fleißigen Bastler haben lange Freude daran. Und genau das möchte Jeannine Duman-Rumpel mit ihren Workshops erreichen. Kindergeburtstage werden bei ihr zu einem ganz besonderen Erlebnis, denn „die Kinder können von hier etwas mitnehmen, sie haben etwas in der Hand, was sie selber gemacht haben“.

Das neue Ladenlokal am Ostwall ist ganz in weiß und rosa gestaltet. Foto: Bettina van Mierlo

Sie bietet in ihren zweistündigen Workshops Bastelmöglichkeiten an für alles, was das Herz der jungen Damen höher schlagen lässt: Minicupcakes auf einem Ring, ein pink-rosafarbenes Einhorn als Schlüsselanhänger, glitzernde Muscheln oder – auch sehr beliebt – Ananas als dreidimensionale Ohrringe sind nur einige Beispiele Dadurch, dass die Kinder mit vorgefertigten Förmchen arbeiten, haben sie schnell ein Erfolgserlebnis mit einem wunderbar akkuraten Ergebnis. Aber wer besonders kreativ ist, kann natürlich auch selber formen: ein Donut zum Beispiel. Wenn die Glasur hinterher noch mit Glitzer bepinselt wird, sieht es einfach unwiderstehlich aus. Tatsächlich hat auf einem Kunsthandwerkermarkt, bei dem Duman-Rumpel ihre eigenen Kreationen zum Kauf anbot, auch schon einmal ein Kind in ein zu verlockend aussehendes Macaron gebissen. „Von da an haben wir immer ein Schild aufgestellt, dass unsere kleinen Schmuckstücke nicht essbar sind“, berichtet sie lachend. Maya entscheidet sich als erstes für ein Macaron als Ringaufsatz, Lya möchte lieber einen Hund machen. In Glitzergrau, fast wie der Labrador „Henry“ von ihrer Tante. Die elfjährige Lina traut sich an eine pastellfarbene Torte mit bunten Streuseln und einer winzigen Orange als Topping.

Auch Junggesellinnenabschiede richtet Jeannine Duman-Rumpel aus. Da stehen identische Schmuckstücke für die jungen Teilnehmerinnen ganz hoch auf der Beliebtheitsskala.

Die kreative Ladeninhaberin ist selbst mit großer Begeisterung bei der Sache. „Ich bin der absolute „Fimo-holiker“ gesteht sie lachend. Da kann man verstehen, dass die Marketing- und Grafikdesignerin ihr Hobby jetzt zum Beruf gemacht hat.

Bei größeren Gruppen kommt sie auch ins Haus. Auch wenn es meistens Mädchen sind, die sich einen Bastelkurs wünschen, gibt es auch eher von Jungen bevorzugte Vorlagen wie Batman, einen Controller für eine Spielekonsole oder einen Fußball. Damit die kleinen Kunstwerke schließlich als Anhänger getragen werden können, befestigt die helfende Kursleiterin vor dem Backen Ösen daran. So nimmt Lena neben vielen Schlüsselanhängern, die sie heute gebastelt hat, noch als Geschenk für eine Freundin Ohrringe mit Cupcakes und einer Kirsche darauf mit nach Hause.

Die Wünsche der heutigen Bastelgruppe sind ganz harmlos. „Einmal hatte ich einen Kindergeburtstag, bei dem alle Kinder einen kleinen Kackhaufen machen wollten“, erinnert sich die gut gelaunte Inhaberin lachend. „Ein Kind fragte damals, ob es auch einen goldenen Kackhaufen machen dürfe. Das war mir damals ein bisschen unangenehm der Mutter gegenüber, die staunte, als sie die Kinder wieder abholen kam.“ erklärt sie weiter – aber die Hauptsache war erreicht: die Kinder hatten riesig Spaß. Und darauf kommt es ja schließlich an.

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