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Krefeld: „Krähloaded“ – gefeiertes Comeback der „Krähen“ nach drei Jahren Pause

Nach dem Neuanfang : „Krähloaded“ – gefeiertes Comeback der „Krähen“ nach drei Jahren Pause

Drei Jahre hat es gedauert, bis das Krähen-Ensemble bei ihren drei Auftritten in der Maria-Montessori-Gesamtschule ein rauschendes, vom Publikum gefeiertes Comeback gefeiert hat.

(RP) Drei Jahre hat es gedauert, bis die das Krähen-Ensemble bei ihren drei Auftritten in der Maria-Montessori-Gesamtschule ein rauschendes,  vom Publikum gefeiertes  Comeback gefeiert hat. In ihrem Programm „Krähloaded“ zeigten sich die sieben Ensemblemitglieder in  neuem Outfit. Anstatt in Frack und gelber Fliege fegten sie in schrillen Anzügen durch das Auditorium (mit passend buntem Mund-Nasenschutz). Auch das neue Bühnenbild, das erneuerte Ensemble und der neu besetzte Chefposten untermauerten den Gesamteindruck eines  Neustarts. Günter Nuth ergänzte das Programm im Zuge der coronabedingt kurzen Vorbereitungszeit des ehrenamtlich tätigen Ensembles und sorgte gleich zu Beginn mit Geschichten aus der Feuerwehr-Leitstelle für gute Laune.

Nach dem Weggang von vier Mitgliedern (darunter auch der ehemalige Krähenchef Stefan Erlenwein) pausierte das Ensemble zunächst eine Saison und verlängerte diese Pause dann pandemiebedingt. Auf der Suche nach talentierten Neukrähen bewiesen Bernhard Schauws, Udo Paniczek, Mick Schneiders und Peter Gronsfeld ein gutes Händchen: Bettina Deudon überzeugt unter anderem durch ihre tolle Gesangsstimme, ein  komisches Schauspieltalent ist Christopher Neumann, und als echte Jungkrähe bereicherte Jaqueline Kraatz mit ihrem quirligen Spiel das Ensemble. Den Chefposten übernahm Peter Gronsfeld, der sie auf und auch hinter der Bühne souverän ausfüllt. Mit seinen pointierten Spitzen gegen allerlei Veränderungen in der Krefelder Stadtplanung, Politik und Gesellschaft wurde schnell klar, dass das Kabarett auch politisch sein will.

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Nach dem schwungvollen Präludium von Günter Nuth als Feuerwehrmann gab es auch absurden Witz aus dem Reich des Menschlich-Allzumenschlichen. Wieder ging es um das niederrheinische Ehepaar Gerda (immer wieder herrlich: Udo Paniczek) und Willi Notteboom, der eine Reise zum Mars gewann und seine Frau allein zurückließ. Diese musste nun zu sich selbst finden. Dabei half ihr eine verzwickte Haustierberatung, aus der sie einen Spielzeugpapagei mitnahm, der auf Knopfdruck alles nachplapperte.

 Bei der Neurosen-Therapie-Nummer: Christopher Neumann, Udo Paniczek und Jaqueline Kraatz.
Bei der Neurosen-Therapie-Nummer: Christopher Neumann, Udo Paniczek und Jaqueline Kraatz. Foto: Krähen

Hohe Kunst zeigten Jaqueline Kraatz und Peter Gronsfeld bei einer verwirrenden Unterhaltung über die Namen von Fußballspielern – dass es dabei um eine eigene Übersetzung eines der berühmtesten Sketche der amerikanischen Comedy-Geschichte ging, lernte man nebenbei auch noch.

Ein Höhepunkt des Abends war die Nummer rund um eine Neurosen-Therapie. Das Drehen von Pirouetten, sobald man nicht ernst genommen wird, das Losbrüllen beim Lügen anderer oder das zwanghafte Lachen bei dem Wort „Bitte“ sorgten für Gelächter und Vergnügen.  Christopher Neumann als KFZ-Mechaniker, der bizarre Tier-Tunings an einem Auto verkörperte, bildete eine weiteren Höhepunkt des Programms. Mit tosendem Applaus bedachte das Publikum schließlich die Rückkehr der Krähen zum schwarzen Frack – der Abend wurde begeistert gefeiert.

Wie immer wird der Reinerlös an karitative Zwecke gespendet, was das Tun der Krähen einzigartig macht.