Platzverweise für Süchtige KOD räumt Drogentreff hinterm Bahnhof

Krefeld · Anwohner befürchteten die Bildung eines neuen Szene-Treffs. Nun hat der Kommunale Ordnungsdienst durchgegriffen. Zudem soll der Platz von Müll gereinigt werden.

 Kein leichter Job: Der Kommunale Ordnungsdienst hat am Dienstag im Bereich zwischen Kölner Straße und Südausgang Bahnhof DRogenabhängige des Platzes verwiesen.

Kein leichter Job: Der Kommunale Ordnungsdienst hat am Dienstag im Bereich zwischen Kölner Straße und Südausgang Bahnhof DRogenabhängige des Platzes verwiesen.

Foto: Stadt Krefeld

Anwohner wie der FDP-Bezirkspolitiker Jürgen Wagner hatten besorgt darauf hingewiesen: Der Platz hinterm Bahnhof zur Kölner Straße hin schien sich zu einer Art Treff von Drogenabhängigen zu entwickeln. Eine Anfrage bei der Stadt ergab, dass der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) den Ort im Blick habe – nun hat er den Platz geräumt. „Am Vormittag und am frühen Nachmittag hat es im Bereich zwischen Kölner Straße und Südausgang Bahnhof eine Kontrolle des Kommunalen Ordnungsdienstes - unterstützt von der Polizei - gegeben“, berichtet ein Stadtsprecher am Dienstag, „dabei sind am Vormittag 13 und am Nachmittag sieben Personen aus der Szene der Suchtkranken angetroffen worden, die jeweils des Platzes verwiesen wurden. Bei zwei Personen wurden Drogen gefunden.“

Bei der Kontrolle auf dem Platz zwischen Südausgang Bahnhof und Kölner Straße seien auch größere Mengen Müll gefunden worden. Der Platz werde gereinigt, berichtet der Stadtsprecher weiter. „Der KOD war in der Vergangenheit - und wird auch weiterhin - die Entwicklung auf dem Platz im Auge intensiv beobachten“, kündigt die Stadt an. Bei gemeldeten Verstößen suchten der KOD ebenso wie die Polizei auch weiterhin die Orte auf und sanktionieren entsprechend, hieß es. „Es war bei Weitem nicht so intensiv wie am Theaterplatz“, berichtet der Stadtsprecher, „der KOD hat jeweils zehn, 15 Leute angetroffen.“ Dennoch wolle man verhindern, dass sich neue Drogentreffs entwickeln.

Der Kommunale Ordnungsdienst handele weiter gemäß der Direktive, dass es in Krefeld keinen Toleranzbereich für Drogenkonsum und Drogenhandel im öffentlichen Raum gebe. „Das Drogenhilfezentrum mit Drogenkonsumraum, Tagesaufenthalt und medizinischem Angebot ist der Ort, an dem konsumiert werden kann. Entsprechend wird dies auch in der Szene kommuniziert."

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