Krefeld: Klaus Schluckebier ist Karnevalsprinz in Uerdingen

Aus den Stadtteilen : Klaus Schluckebier ist Uerdingens neuer Prinz

Prinzenpaar Silvia und Klaus Schluckebier wie auch Kinderprinzessin Marie Overlöper stellten sich jetzt der Öffentlichkeit vor.

Klaus Schluckebier hält ein gerahmtes Schwarz-Weiß-Foto in die Höhe. „Das sind meine Vorbilder“, erklärt der 49-jährige Leiter einer Sanitär und Heizungsinstallationsfirma. „Oma Änne und Opa Werner sind meine karnevalistischen Vorbilder. Sie haben 1956 als Prinzenpaar über die Jecken der Rheinstadt geherrscht.“

Der Paias seines Großvaters hat die Jahrzehnte bis heute heil überstanden, und der Enkel wird das Erbstück zu seiner Prinzenuniform durch den Uerdinger Karneval tragen, denn Schluckebier ist als Klaus II der neue Uerdinger Karnevalsprinz der Session 2019/20.

Manfred Weyers, Präsident des Uerdinger Karnevalszugvereins (KZV), stellte im neu eröffneten Bügeleisen-Haus des Uerdinger Heimatbundes den Prinzen, seine Prinzessin und das Gefolge der vier Minister der Öffentlichkeit vor. Klaus Schluckebier ist gebürtiger Uerdinger und als Vorsitzender der Uerdinger Bürgerwehr im Karneval kein Unbekannter. „Spaß an de Freud“ soll das diesjährige karnevalistische Motto sein, mit dem der designierte Prinz einen besonderen Blick auf die Jugend richten will: „Karneval ist ein Lebensgefühl, das sich am besten herausbildet, wenn man mit seiner positiven Seite aufgewachsen ist, so wie ich. Jung und Alt sollten öfter miteinander feiern und einfach voneinander lernen.“

Ob es in diesem Jahr wieder ein Festzelt auf dem historischen Uerdinger Markt geben wird, ist sich KZV-Präsident Weyers noch nicht sicher. Die Kosten für die Zeltmiete und die notwendigen Sicherheitskräfte schlagen immer stärker zu Buche. Schade wäre es, denn der Zeltkarneval war auch immer eine gute Möglichkeit für die 140 Aktiven in den Tanzgarden der Karnevalsgesellschaften Op de Höh, Braunschweiger Narrenzunft und Uerdinger Rheingarde, ihr Können einem großen Publikum vorzuführen.

Silvia Schluckebier, die als Prinzessin Silvia I an der Seite ihres Mannes die Jecken regieren wird, wurde in Krefeld geboren, wo sie bereits in ganz jungen Jahren durch ihre Tanzbegeisterung mit dem Karnevalsvirus infiziert worden ist. Ihren Mann lernte sie kennen, als sie nach Uerdingen zur Tanzgarde Op de Höh wechselte. Die temperamentvolle Finanzverwaltungsangestellte bekennt: „Prinzessin wollte ich nie werden, aber ich folge dem Herzenswunsch meines Mannes, der das Beispiel von Oma und Opa im Herzen hat. Das soll mein Geschenk zu seinem 50. Geburtstag werden.“ Die zwölfjährige Tochter Lara verhält sich noch reserviert, aber der 15-jährige Sohn, der bald 16 Jahre alt wird, unterstützt den Wunsch seines Vaters nach Kräften.

Dirk Müller, Philipp Obdenbusch, Rainer Vins und Christoph Schluckebier werden Klaus II als Minister begleiten. Alle kennen sich aus der Uerdinger Bürgerwehr. Mit Zweien von ihnen kegelt der Prinz regelmäßig. Besonders das Benefizkegeln am Tage des Heiligabends hebt Klaus als ein Uerdinger Highlight hervor.

Der karnevalistische Nachwuchs wird in der bevorstehenden Session von einem Trio durch die jecke Jahreszeit geführt. Kinderprinzessin Marie I (Overlöper) hat ihre besten Freundinnen Emilia und Giuliana als Paginnen an ihrer Seite. Die drei kennen sich seit ihrer Kindergartenzeit und tanzen gemeinsam bei der Braunschweiger Narrenzunft. Die neunjährige Marie besucht die vierte Klasse der Montessori-Grundschule. Sport und Mathematik sind ihre Lieblingsfächer. Sie spielt aktiv Handball in der E-Jugend der JSG Oppum und natürlich: Tanzen ist ihr großes Hobby, das sie im Alter von vier Jahren begann.

Jetzt warten rund 100 Auftritte in der Karnevalssession auf das Mädchentrio. Maries Mutter wirkt als Betreuerin in der Tanzgarde, ihre beiden großen Schwestern sind ebenfalls im Karneval aktiv. Alina tanzt in der Großen Garde der KG Op de Höh und hat den Sessionsorden für ihre kleine Schwester entworfen. Vivian tanzt in der Mittelgarde der Braunschweiger Narrenzunft. Der Karneval in Uerdingen sei sehr familiär, meint KZV-Präsident Manfred Weyers, die karnevalistischen Ämter seien für viele hier noch attraktiv.