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Krefeld: Kirchenkreis startet "Ökofair"-Aktion

Kirche in Krefeld : Öko-Jahr in allen Gemeinden: Ein Kirchenkreis „fairwandelt“ sich

Der evangelische Kirchenkreis Krefeld-Viersen möchte seine Öko-Bilanz verbessern. Dazu startet Sonntag die Aktion „#Fairwandeln“

Unter dem Titel „#Fairwandeln – Auf dem Weg zum ökofairen Kirchenkreis Krefeld-Viersen“ möchte der evangelische Kirchenkreis Krefeld-Viersen im Rahmen eines Themenjahrs „sich auf den Weg“, machen, „fair, respektvoll und nachhaltig im Umgang mit der Erde und gegenüber Mitmenschen zu handeln“. So heißt es auf einem Flyer, der die Aktion ankündigt.

Start ist das Erntedankfest am Sonntag, 4. Oktober, an dem es in den 25 Gemeinden des Kirchenkreises Gottesdienste zum Thema „Umwelt und Nachhaltigkeit“ geben soll.

Zusätzlich wird es an diesem Tag in der Krefelder Friedenskirche von 14 bis 18 Uhr eine Leseveranstaltung mit Vertreterinnen und Vertretern aus Gemeinden, Kirchenkreis, Politik und öffentlichem Leben geben.In der Kreuzkirche in Viersen wird außerdem um 18 Uhr ein Jugendgottesdienst abgehalten werden.

Im Rahmen des Themenjahres will sich der Kirchenkreis aber nicht nur durch das Predigen von Nachhaltigkeit hervortun, sondern handeln. „Die Gemeinden sollen sich auch ihre Gebäude angucken und sich fragen, wo energetisch noch was zu verbessern ist“, sagt Superintendentin Barbara Schwahn. Man habe bereits vor einigen Jahren erste Schritte in Richtung Umweltschutz und Nachhaltigkeit gemacht. „In den letzten Jahren hat sich diese Bewegung verfranzt. Auf einmal gab es dann doch wieder Plastikgeschirr auf dem Gemeindefest“, erzählt Schwahn. „Wir waren da schon mal weiter.“ Das Themenjahr solle daher einen Neustart markieren.

„Es geht darum, einen Anfang zu machen“, pflichtet Klaus Armonies bei. Er ist der Synodalbeauftragter für Umwelt- und Energiefragen des Kirchenkreises und unterstützt bereits jetzt die Gemeinden dabei, ihren ökologischen Fußabdruck nachzuvollziehen und ihre Energieeffizienz zu verbessern.

Neben einfachen Maßnahmen wie das Errichten von Bienenhotels und die Anlage von Blühwiesen gebe es immer mal wieder auch Leuchtturmprojekte. So hat die Kirche in Nettetal-Lobberich seit ein paar Jahren eine Photovoltaikanlage auf ihrem Kirchendach, um ihren eigenen Strom zu generieren. Geht es nach der Kreissynode, könnten im Themenjahr gerne weitere solcher Vorzeigeprojekte hinzukommen.

„Das größte Problem sind aber nicht die Gebäude, sondern das Verhalten der Menschen in den Gebäuden“, sagt Armonies. Abhilfe schaffen könnten, neben einer Sensibilisierung für das Thema Energieverschwendung, beispielsweise Heizungen, die sich automatisch nach ein oder zwei Stunden herunterschalten, wenn sie aufgedreht wurden.

Ein konkretes Programm für das kommende Jahr gibt es noch nicht. Die 25 Gemeinden sollen eigenständig Aktionen und Projekte entwickeln. Auch die Gemeindemitglieder sollen so gut wie möglich bei der Gestaltung des Themenjahres miteinbezogen werden.

Am kommenden Sonntag soll daher in den Gottesdiensten der einzelnen Gemeinden digital eine gemeindeübergreifende gemeinsame „Wortwolke“ gefüllt werden, in der die Kirchengänger über das Internet Stichworte und Anregungen zum Thema ökofairer Kirchenkreis schreiben können. „Wir wollen zeigen, dass wir nicht nur durch eine gemeinsame Verwaltung verbunden sind, sondern auch inhaltlich“, sagt Barbara Schwahn.