Kinderärzte ächzen unter der Patientenlast Kinderarztmangel ist katastrophal

Krefeld · Die Zahl der Kinderarztpraxen in Krefeld ist seit Jahren konstant. Trotzdem steigt die Belastung, einige Praxen verhängen Aufnahmestopps. Was die Misere ausgelöst hat und ob Notdienst via Videochat Entlastung bringen kann.

 Robert Primke ist Kinder- und Jugendarzt in Krefeld. Er und seine Kollegen sowie die Mitarbeiter in den Praxen arbeiten in der aktuellen Infektionswelle am Rande ihrer Belastungsgrenze.

Robert Primke ist Kinder- und Jugendarzt in Krefeld. Er und seine Kollegen sowie die Mitarbeiter in den Praxen arbeiten in der aktuellen Infektionswelle am Rande ihrer Belastungsgrenze.

Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Sieht man sich die blanken Zahlen an, könnte man meinen, alles sei in bester Ordnung: 22 ambulante Kinderarztpraxen gibt es in Krefeld – damit bewegt sich „die Zahl örtlicher Pädiater auf konstantem Niveau“, wie die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNo) mitteilt. Damit sei der Bedarf zu 118 Prozent gedeckt. Trotzdem ächzen die Praxen für Kinder- und Jugendheilkunde unter dem Druck, den sie nicht erst seit Beginn der Coronapandemie spüren. Doch woran liegt das?