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Krefeld: KBK stellt fehlerhafte Skate-Elemente auf

Kritik am Krefelder Kommunalbetrieb : KBK stellt fehlerhafte Skate-Elemente auf

Die Skateranlage an der Ecke Lange Straße/ Alte Krefelder Straße ist umgestaltet worden. Zwei Elemente sind hinzu gekommen, die bei den Skatern für Aufregung sorgen. Sie befürchten schlimme Unfälle, da „Funbox“ und „Rail“ Sicherheitsmängel aufweisen würden.

Neue befahrbare Elemente haben Mitarbeiter des Krefelder Kommunalbetriebs (KBK) jetzt auf der Skateranlage an der Lange Straße/ Alte Krefelder Straße in Uerdingen aufgestellt. Neu sind „Funbox“ und „Rail“ aber nur an dieser Stelle, denn sie weisen deutliche Gebrauchsspuren auf. Die Skater vom so genannten Rundweg sind entsetzt über die Veränderungen und fordern die alten Elemente zurück. „Aktuell ist der Platz kaum befahrbar. Es ist einfach zu gefährlich“, sagt Timo Jansen, Paten des Platzes.

 Die neu aufgestellte „Funbox“ ist sichtbar vermoost und damit rutschig. Sie stand wohl zuvor in Bockum, wurde aber wegen ihres Zustandes kaum genutzt.
Die neu aufgestellte „Funbox“ ist sichtbar vermoost und damit rutschig. Sie stand wohl zuvor in Bockum, wurde aber wegen ihres Zustandes kaum genutzt. Foto: Timo Jansen

Die neu hinzugekommenen Elemente weisen seiner Ansicht nach deutliche Sicherheitsmängel auf. „Die Rail hat einen Beton-Fuß mit abgeschrägtem Unterbau. Wenn man den Trick nicht steht, sondern einen Ausfallschritt machen muss, landet man im schlimmsten Fall mit dem Fuß auf der Schräge und knickt weg. Das kann zu schweren Verletzungen führen“, mahnt der langjährige Skater. Auch mit der „Funbox“, einem Element mit Rampe, ist er nicht zufrieden. „Die Rampen-Oberfläche ist vollkommen vermoost und rutschig. Sie müsste dringend gereinigt werden. Schlimmer aber ist die hochstehende Ecke der unteren Kante. Da kann man leicht hängen bleiben und stürzen. Auch das ist sehr gefährlich.“

 Eine Ecke der „Funbox“-Kante steht so vom Boden ab, dass man hängen bleiben kann.
Eine Ecke der „Funbox“-Kante steht so vom Boden ab, dass man hängen bleiben kann. Foto: Timo Jansen
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Timo Jansen versteht nicht, warum die Skater bei der Planung dieser Umgestaltung nicht einbezogen wurden. Schließlich gab es bereits eine Informations-Veranstaltung am Rundweg wegen eines geplanten großen Umbaus (wir berichteten). Damals waren die Einwände und Wünsche der Skater  notiert worden. Diesmal seien sie einfach vor vollendet Tatsachen gestellt worden. „Quasi in einer Nacht- und Nebelaktion wurden die Elemente aufgebaut. Absprachen gab es keine“, kritisiert Jansen.

Der Platz-Pate meldete seine Sicherheitsmängel umgehend dem Kommunalbetrieb. „Noch am selben Tag hat vor Ort ein Gespräch stattgefunden. Das war wirklich zügig. Eine Lösung wurde aber nicht gefunden“, berichtet der 29-Jährige. Lediglich die Zusage, dass die Elemente im Frühjahr ordentlich gereinigt würden, habe es gegeben. 

Auf Anfrage erklärt dazu Jürgen Pannenbecker, Sprecher des Kommunalbetriebs, dass die alten Elemente der Skateranlage schon häufiger repariert werden mussten: „Im Rahmen der turnusmäßigen Gerätekontrollen wurden im November erneut Mängel an den Stahlskelettelementen festgestellt. Eine technische Begutachtung durch unsere zertifizierten Spielplatzprüfer ergab, dass die beiden Rampen wirtschaftlich nicht mehr reparabel sind und abgebaut werden mussten. Nach dem Abbau fand eine erneute Prüfung der Geräte statt, ob eine Reparatur möglich ist. Bedauerlicherweise lässt der Zustand der Elemente keine weitere Wiederherstellung zu.“

Deswegen seien zwei noch vorhandene Geräte installiert worden. Pannenbecker betont: „Beide Geräte sind in einem technisch einwandfreien Zustand und ordnungsgemäß montiert.“ Das Gespräch mit Timo Jansen stellt der KBK-Sprecher so dar, dass von Seiten der Skater gesagt worden sei, die „Betonline“ werde nicht benötigt. Aus diesem Grund sei beschlossen worden, sie bereits  am Freitag wieder abzubauen.

Timo Jansen kann die Darstellung so nicht bestätigen, ist jedoch froh, dass ein Gerät abgebaut wird. „Hoffentlich gibt es die alten Elemente noch, und sie werden wieder montiert“, sag er.  Eigentlich jedoch war geplant, den Platz im großen Stil zu modernisieren, eine überdachte Sitztribüne aufzustellen, für eine gute Ausleuchtung zu sorgen und einen „Pool“, ein betoniertes Becken mit unterschiedlichen Steigungsgraden, zu  modellieren. Der Umbau sollte rund 230.000 Euro kosten.