1. NRW
  2. Städte
  3. Krefeld

Krefeld: Jugendbeirat soll Ladenlokal bekommen

Krefeld : Jugendbeirat soll eigenes Ladenlokal bekommen

Der Jugendbeirat soll besser ausgestattet werden, um Jugendliche für kommunalpolitisches Engagement zu gewinnen.

(vo) Der Krefelder Jugendbeirat soll ein Ladenlokal als festen Standort erhalten, von dem aus er seine Arbeit erledigen und Angebote für Jugendliche ab 14 Jahren organisieren kann. Gedacht ist an ein knapp 70 Quadratmeter großes Ladenlokal in direkter Nachbarschaft an die Jugendeinrichtungen

Together und Friedenskirche sowie Takte TV an der Neuen Linner Straße. Das Lokal soll jungen Menschen ab 14 Jahren als Anlaufstelle für ihre Belange, jugendpolitische Themen sowie als Freizeit- und Kulturort zur Verfügung stehen. Anmietung, Renovierung und Erstausstattung der Räume kosten in 2019 knapp 17.000 Euro, ab 2020 jährlich an Miet- und Sachkosten 6.600 Euro. Der Jugendhilfeausschuss wird morgen über den Plan beraten.

Der heute siebenköpfige Jugendbeirat wurde in Krefeld im Jahr 2007 gegründet. Grundlage ist das Kinder- und Jugendhilferecht; Ziel ist es, jungen Menschen regelmäßige, strukturierte Mitsprache- und Entscheidungsmöglichkeiten zu eröffnen und so das kommunalpolitische Engagement zu stärken. Der Jugendbeirat kann sich mit allen jugendrelevanten Angelegenheiten der Stadt befassen. Dazu gehören Stellungnahmen zu Fragen, die ihm vom Rat oder anderen Gremien vorgelegt werden. Der Beirat kann auch Anträge, Stellungnahmen und Empfehlungen an den Jugendhilfeausschuss und an den Rat richten, Anfragen an die Verwaltung richten und Sachverständige zu seinen Sitzungen einladen.

Der Beirat verfügt über ein Budget über rund 20.000 Euro, mit dem er eigene Projekte initiieren kann. Die Kosten für das Ladenlokal kommen künftig dazu. Seit Juli 2012 wird der Jugendbeirat von der städtischen Bezirksjugendarbeit mit einem Kontingent von zehn Wochenstunden pädagogisch begleitet und fachlich unterstützt.

Zum anvisierten Ladenlokal gehören ein kleiner Garten und Parkplätze. Die Gestaltung soll der Jugendbeirat in Eigenleistung übernehmen. Die Räumlichkeiten sollen als Büro und als Freizeitstätte genutzt werden können; es wird eine Küchenzeile eingebaut. Geplant sind regelmäßige Öffnungszeiten zweimal wöchentlich von 16 bis 20 Uhr, eventuell bis 22 Uhr. Als regelmäßiges Angebot ist an ein „Schülercafé“ zum Austausch über jugendpolitische Themen rund um den Jugendbeirat gedacht. Geplant sind auch Angebote zur Hilfe zur Selbsthilfe bei schulischen oder privaten Problemen. Der Jugendbeirat soll in dem Lokal 14-täglich tagen; es sollen „Jugendkulturabende“ mit Poetry Nights, Konzerten, Spiele-Abenden und Tauschbörsen ebenso stattfinden wie Diskussionsrunden mit geladenen Gästen. Auch „Public Viewing“ bei Sportereignissen gehören zum Angebotsspektrum.

Neben der Öffnung für Jugendliche können die Räumlichkeiten auch als „Stadtteilbüro“ zur Planung und Durchführung von Projekten genutzt werden.

(vo)