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Krefeld: In Oppum wird es Elternhaltestellen geben

Krefeld Elternhaltestelle : Elternhaltestellen in Oppum kommen

In Oppum sollen zwei neue so genannte Elternhaltestellen eingerichtet werden, und zwar für die Schönwasserschule sowie die Gesamtschule. Dazu hat jetzt ein Treffen mit vielen Beteiligten stattgefunden.

Auf Initiative des Bürgervereins Oppum hat jetzt ein Treffen mit zahlreichen Beteiligten zum Thema „Neue Elternhaltestellen in Oppum“ stattgefunden. Mit dabei waren unter anderem die Leitungen der Schönwasserschule, der Gesamtschule Oppum und des evangelischen Kindergartens an der Thielenstraße, Elternvertreter, Polizei, Ordnungsamt und Tiefbauamt. Ziel des Bürgervereins ist es, eine schnelle Realisierung von Elternhaltestellen in Oppum zu ermöglichen.

Der Bürgerverein Oppum hatte dieses Thema, wie seinerzeit berichtet, vor rund einem Jahr angestoßen. Erstmals hatte Vorsitzender Frank Wübbeling mit seiner Initiative eine Elternhaltestelle für eine weiterführende Schule in Krefeld ins Gespräch gebracht. Denn der Hol- und Bringverkehr für die Gesamtschule am Sandberg, so seine Beobachtung, sorge jeden Tag für einen Verkehrsinfarkt. „Das Halteverbot wird ignoriert, am Sandberg gibt es morgens lange Staus und kein Durchkommen“, sagte Wübbeling damals, obendrein verwundert, dass auch älteren Kindern offenbar von ihren Eltern nicht zugetraut wird, alleine zur Schule zu gelangen.

Viele Gesamtschulkinder werden noch von ihren Eltern zur Schule chauffiert. Foto: Carola Puvogel

Grundsätzlich, so die Meinung von Polizei und Verkehrsexperten, sollten Kinder in Abhängigkeit von Alter und Wohnentfernung ihren Schulweg nach Möglichkeit selbstständig meistern. Nur in Ausnahmefällen könne ein Bringen mit dem Auto unverzichtbar sein, meint der Bürgerverein Oppum.

Elternhaltestellen in der sicherer Entfernung zur Gesamtschule und der Schönwasserschule sollen nun den hohen Parkdruck in Stoßzeiten sowie die Belastung für die Anwohner und den übrigen Verkehr, der durch Parken in zweiter Reihe und im absoluten Halteverbot stark behindert wird, mildern. „Als ideale Standorte für die Elternhaltestellen wurden der Hans-Böckler-Platz und der Platz an der Werkstättenstraße Ecke Weiden identifiziert, da die Kinder von dort aus in verkehrsberuhigten Zonen den kurzen Weg zur Schule gefahrlos bestreiten und am Verkehr teilnehmen können“, teilt der Bürgerverein Oppum mit.

Norbert Goertz-Gorr vom Fachbereich Ordnung der Stadt Krefeld sei zuversichtlich, schreibt der Bürgerverein, die Beschilderung am Hans-Böckler-Platz zeitnah realisieren zu können. Für den Platz an der Werkstättenstraße gebe es verwaltungsintern noch Klärungsbedarf.

Die Schulen und der Kindergarten unterstützen laut Bürgerverein das Konzept und werden gemeinsam mit Polizei und Bürgerverein verschiedene Initiativen starten, um die Akzeptanz der Elternhaltestellen zu fördern.

Eine andere außergewöhnliche Aktion zum Thema sicherer Schulweg wird jetzt an der Grundschule Buscher Holzweg umgesetzt: In der Woche vom 24. September wird die gesamte Schulgemeinschaft — Kollegium, Kinder, Betreuer — zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule kommen. Jeden Morgen treffen sich Kinder, Lehrerinnen und Eltern an Sammelpunkten in Traar und Verberg und legen den Schulweg gemeinsam zurück. Kinder sammeln so für ihren bewegten Schulweg Stempel in ihren Tagebüchern. Auch im Schulalltag werden in dieser Woche Themen wie Verkehrssicherheit, Bewegung, gesunde Ernährung und Umwelterziehung eine zentrale Rolle spielen.