Krefeld: IK Container plant Abfall-Behandlungsanlage an der Breuershofstraße.

Bürgerprotest in Krefeld : Zweiter Standort für Abfall-Anlage möglich

Das Unternehmen IK Umwelt plant weiterhin, an der Breuershofstraße eine Abfall-Anlage zu errichten. Zu einem zweiten Standort in Linn machte Geschäftsführer Mirco Illian keine konkreten Aussagen.

Das Unternehmen IK Umwelt hat jetzt auf Spekulationen reagiert, nach denen das Unternehmen den umstrittenen Standort für eine neue Abfall-Behandlungsanlage an der Breuershofstraße in Fischeln aufgeben und diese stattdessen in Linn bauen will. IK Umwelt soll, verlautete es nach Informationen unserer Redaktion aus brancheninternen Kreisen, in Linn ein entsprechendes Grundstück gekauft haben.

An den Spekulationen bezüglich „unseres künftigen Betriebsstandorts an der Breuershofstraße“ wolle sein Unternehmen sich nicht beteiligen, schreibt Geschäftsführer Mirco Illian auf Anfrage. Es sei in der Branche durchaus üblich, mehrere Standorte parallel zu betreiben beziehungsweise zu entwickeln, so Illian weiter. Diese müssten nicht zwingend miteinander in Verbindung stehen. Fragen zu dem weiteren strategischen „Roll-out“ des Unternehmens wolle er jedoch nicht beantworten.

Bürger und Anlieger sind mit dem Bau der Anlage am Standort Breuershofstraße nicht einverstanden. Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Wie mehrfach berichtet, hatte es gegen das Vorhaben an der Breuershofstraße  insgesamt 132 Widersprüche gegeben, Anlieger des Gewerbegebiets in Fichtenhain gehen mit anwaltlicher Unterstützung gegen die geplante Neuansiedlung vor, auch viele Bürger hatten sich dem Protest angeschlossen. Die Baugenehmigung wurde daraufhin vorläufig ausgesetzt.

Illian sieht das mit Gelassenheit: „An der Rechtmäßigkeit der für den geplanten Anlagenbetrieb erteilten Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz bestehen nach wie vor keinerlei Zweifel, sodass wir dem Ausgang der Verfahren mit Zuversicht entgegensehen“, sagt er. Er sehe außerdem keine Veranlassung, zu den derzeit laufenden Widerspruchsverfahren Stellung zu beziehen.

Wie berichtet, plant die Verwaltung, 128 der 132 Widersprüche abzuweisen. Das Umweltamt hatte jüngst diese 128 Bürger angeschrieben und ihnen nahegelegt, den Widerspruch zurückzuziehen, andernfalls drohe eine Gebühr  zwischen zehn und 500 Euro. Das Schreiben war, wie berichtet, von vielen Adressaten als Drohung aufgefasst worden.

Mirco Illian schreibt, sein Unternehmen sei „weiterhin an einer guten Nachbarschaft mit den Anrainern unseres Betriebsgeländes an der Breuershofstraße interessiert“. Er stehe jederzeit für gemeinsame Gespräche zur Verfügung.

Gleichzeitig sagt der Geschäftsführer: „Wir werden jedoch allen Versuchen von dritter Seite, der IK Umwelt durch Kampagnen Schaden zuzufügen und in ihre verfassungsrechtlich garantierten Schutzpositionen einzugreifen, entschieden entgegentreten.“

In der von IK Umwelt geplanten Anlage in Fichtenhain soll Bauschutt gebrochen und gesiebt werden, außerdem ist geplant, nicht-gefährliche und gefährliche Abfälle in geschlossenen Containern zu lagern. In unmittelbarer Nähe befinden sich Bäckerei, ein Fleisch verarbeitender Betrieb und viele mittelgroße Handwerksbetriebe, die sich in ihrer Existenz bedroht sehen.

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