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Krefeld: IHK-Chef Steinmetz wirbt für Anstellung von Flüchtlingen

Wirtschaft in Krefeld : Steinmetz wirbt für Anstellung von Geflüchteten

Die Generalkonsulin der Ukraine tauschte sich mit dem IHK-Hauptgeschäftsführer aus und betonte, dass die Ukrainer dankbar für Hilfsgüter aller Art seien.

(RP) Die Hilfsbereitschaft ist auch am Mittleren Niederrhein enorm. Zahlreiche Bürger und auch viele Unternehmen spendeten Geld und organisierten Hilfslieferungen in die betroffenen Gebiete. „Das war überwältigend und hat meinen Landsleuten Mut gemacht“, sagte Iryna Shum. Die Generalkonsulin der Ukraine war zu Gast in der Region und hat sich mit Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der Industrieund Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein, über die Situation in ihrem Land, die Lage der Geflüchteten und Hilfsprojekte der Wirtschaft ausgetauscht.

„Wir sind fassungslos angesichts des Leids in der Ukraine. Die Spendenbereitschaft unserer Mitgliedsunternehmen war und ist groß“, erklärte Steinmetz. „Es ist allerdings zu befürchten, dass der Krieg noch länger dauern wird. Daher wird es darauf ankommen, dass diese Hilfsbereitschaft länger anhält.“ Die IHK stehe Unternehmen, die helfen wollten, als Ansprechpartner zur Verfügung und vermittele Kontakte zu Vereinen, Initiativen und Unternehmen, die sich in der Ukraine-Hilfe engagieren.

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Mit Blick auf die Tausenden an den Niederrhein geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainer betonte die Generalkonsulin: „Früher oder später werden viele Geflüchtete arbeiten und Geld verdienen wollen, auch um ihre Familien in der Ukraine zu unterstützen.“ Angesichts des Fachkräftemangels in der Wirtschaft seien engagierte und qualifizierte Mitarbeiter sehr willkommen, entgegnete Steinmetz. Er wirbt bei den Unternehmen dafür, nicht vor den möglichen bürokratischen Hürden zurückzuschrecken.

Voraussetzung für eine Anstellung ist ein Antrag auf „Vorübergehenden Schutz“ bei der Ausländerbehörde. Sobald der Antrag gestellt ist, wird die sogenannte Fiktionsbescheinigung ausgestellt. Wenn darauf vermerkt ist, dass die Erwerbstätigkeit erlaubt ist, können Unternehmen die Person beschäftigen. Wird ein Arbeitsvertrag abgeschlossen, ist die Anmeldung bei einer Krankenversicherung notwendig. Die Steueridentifikationsnummer erhält der Geflüchtete nach der Anmeldung bei der zuständigen Meldebehörde automatisch. Der „Vorübergehende Schutz“ gilt nach jetzigem Stand bis zum 4. März 2024.