Krefeld: IG trockene Keller mahnt zu schnellem Handeln

Aus den Krefelder Stadtteilen : IG trockene Keller mahnt zu schnellem Handeln

Vor einem halben Jahr wurde aus der „Interessengemeinschaft trockene Keller im Nordbezirk“ ein eingetragener Verein. Nun zieht er eine erste Bilanz.

Vorsitzender ist Walter Fasbender, der sich als CDU-Politiker nicht nur um den Nordbezirk kümmert, sondern auch Experte in Fragen der Sicherheit und Ordnung ist. Die Interessengemeinschaft (IG) vertritt die Belange der Immobilieneigentümer, die in dem Gebiet wohnen, das östlich von der Kliedbruchstraße, nördlich vom Höken-/Kanesdyk, westlich von der Blumenstraße und südlich durch den Nassauer Dyk eingegrenzt wird. Sie fürchten um ihr Wohneigentum angesichts des steigenden Grundwasser.

Sechs Monate nach der Gründung, ziehen die Vereinsmitglieder nun eine erste Bilanz. Neben etlichen Vorstandssitzungen habe sich die IG vor allem um die Information der rund 400 betroffenen Haushalte gekümmert und insgesamt fünf Rundbriefen verschickt, erklärt Fasbender. Der Verein habe zudem Gespräche mit den großen Fraktionen des Stadtrates geführt und um Unterstützung zur Lösung des Problems gebeten, ebenso gab es Gespräche mit dem Mitarbeitern des Umweltdezernats. Zu der inzwischen vorliegenden Machbarkeitsstudie unter den Randbedingungen „abgeschaltete LEG Pumpen“ sagt Fasbender: „Die in der Studie genannten Kosten müssen aus unserer Sicht verifiziert und optimiert werden. Hierbei ist eine einvernehmliche Lösung zwischen allen Beteiligten (Stadtverwaltung, Politik und betroffenen Bürgern) gefragt, die mit möglichst niedrigen Aufwand den maximalen Erfolg sichert.“ Der Verein vertrete die Auffassung, dass sich die betroffenen Bürger ebenfalls mit einem vertretbaren finanziellen Aufwand beteiligen sollten. Wie hoch diese finanzielle Belastung sein könnte, sei derzeit unklar. Dazu fehle ein entsprechendes umsetzbares technisches Konzept. Fasbender: „Wir wollen kein permanentes Abpumpen, sondern nur die Spitzen kappen, da sonst die Keller im Wasser stehen.“ Eine funktionelle Lösung könne nur von Experten kommen.  Der Verein hoffe auf die Unterstützung der Stadtverwaltung. „Auf Basis des technisch erforderlichen Know-hows sollte ein realisierbares, technisches Konzept unter Einbeziehung der vorliegenden Machbarkeitsstudie erstellt werden, zum Beispiel unter Nutzung von bereits vorhandenen Brunnen und Pumpen.“ Vieles gelte es dabei zu beachen, so müsste Da wäre eine Umweltverträglichkeitsprüfung erstellen, die wasserrechtliche Genehmigung erwirkt und eine vertragliche Bindung zwischen der zukünftigen Betreibergesellschaft und den betroffenen Bürgern gestaltet werden.

Es gibt also viel zu tun. Dem stimmt der Vorsitzende zu: „Die Zeit drängt! Im Frühjahr dieses Jahres werden die Pumpen der LEG abgestellt und für ein Jahr noch im Stand-by-Modus gehalten. Dies passiert als Nachweis der Wirksamkeit der durchgeführten Sanierungsmaßnahmen an den Häusern im Rislerdyk / Wallenburgdyk / Bönnersdyk. Es gilt also, keine weitere Zeit zu verlieren.“ So heiß es in der Gutachterstudie: „Der Wasserstand wird nach Abschalten der Pumpen rasch steigen, man sollte sich nicht auf die Trockenheit in der Vergangenheit verlassen“.