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Krefeld: Hülser Initiative fordert Gräben für Regenwasser

Aus den Krefelder Stadtteilen : Fette Henn: Gräben für Regenwasser statt noch mehr Bebauung

Die Initiative „Lebenswertes Hüls“ warnt angesichts des Klimawandels in einem offenen Brief an den Rat der Stadt davor, den B-Plan 550 weiter zu verfolgen.

Die Mitglieder des Vereins „Lebenswertes Hüls“ verfolgen weiter ihr Ziel, die Bebauung an der Fette Henn mitten in Hüls zu verhindern (wir berichteten). Die jüngsten Starkregenereignisse und deren Folgen, die auch in Krefeld spürbar waren, haben den Vorstand nun bewogen, sich in einem Offenen Brief an die Ratsmitglieder der Stadt zu wenden und sie aufzufordern, klimaschutzrelevante Entscheidungen zu treffen.

In dem Brief heißt es: „Jetzt gilt es, endlich wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Gelegenheiten dazu gibt es zahlreich. Eine wird sich Ihnen in Kürze bieten, wenn es darum geht, darüber zu entscheiden, ob der B-Plan 550 in Hüls beendet oder ob durch die Bebauung an der Fette Henn ein weiteres innerörtliches Gelände bebaut und versiegelt und dadurch ein ökologisch wertvolles Gelände zerstört wird, dass bei Starkregen große Wassermengen wie einen Schwamm aufsaugen kann.“

Die zurückliegenden Trockenperioden, erläuter Walter Schäfer als Sprecher des Vorstandes in dem Schriftstück, hätten zu einer starken Absenkung des Grundwassers geführt und teilweise Torfschichten in der Niederterrasse mineralisieren lassen. Dies führe zu Bodensenkungen und könne die Statik von Gebäuden gefährden. Erneut weist er auf bereits vorhandene Schäden an Wohngebäuden in der Umgebung hin.

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Der Vereinsvorstand schlägt vor, Anlieger zu ermutigen, wenn möglich ihr Regenwasser künftig auf den eigenen Grundstücken in extra dafür angelegten Gräben versickern zu lassen. Dazu müsse die Stadt die notwendigen rechtlichen Voraussetzungen schaffen. „Das wäre ein kleiner, aber wirksamer Beitrag, um den zukünftigen Klimaereignissen zu begegnen und weitere Flächenversiegelungen zu vermeiden“, schreibt der Vorstand.

„Sie als politische Mandatsträgerinnen und Mandatsträger“, heißt es in dem Schreiben weiter, „können so Ihrer Verantwortung gerecht werden und den Diskussionen um Maßnahmen mit einem bürgernahen Dialog, regional konkret begründet, eine positive Wende geben.“