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Krefeld - Hülser Bottermaat mit kleinen Neuerungen

Hülser Tradition : Bottermaat: Handwerkermarkt mit Flair

Als Handwerkermarkt mit viel Flair hat sich der Bottermaat ein Stammpublikum geschaffen, das weit über Hüls hinaus weist. Für Vereine und Institutionen bietet die Veranstaltung Raum, sich einem größeren Publikum vorzustellen.

Gut gelaunt präsentieren sich die Vertreter des Organisationsteams des 42. Hülser Bottermaates in einheitlich lindgrünen Sweatshirts, auf denen ein rotes Herz und das dem Hülser Wappen entnommene Teichrosenblatt für die Aussage „Ich liebe Hüls“ stehen.

Der traditionell am dritten Sonntag im September stattfindende Verkaufs- und Handwerkermarkt ist für Besucher wie Aussteller attraktiv. Bisher ist es dem Hülser Werbering immer gelungen, Hülser Flair zu vermitteln und auswärtige wie ortsansässige Besucher gleichermaßen anzulocken. Seine von der Klever über die Konvent- bis zur Krefelder Straße reichende Länge erdrückt die Besucher nicht.

Für diese gibt es an den annähernd 100 Ständen von Händlern, Handwerkern, Vereinen und Hülser Institutionen viel zu sehen. Der Schmied, der im vergangenen Jahre erstmals sein Können zeigte, hatte der Bottermaat so gut gefallen, dass er sich auch in diesem Jahr wieder bei der Arbeit beobachten lässt. „Wir achten darauf, dass das ursprüngliche Konzept eines Handwerkermarktes nicht verloren geht“, erklärt Barbara Kaltenmeier. „Bei den Verkaufsständen haben wir die Qualität der Angebote überprüft.“ Und Kathrin Fuldner, die Vorsitzende des Hülser Werberinges ergänzt: „Stände, an denen etwas geschieht, dominieren. Essstände sind in der Minderheit.“ Erstmals dabei ist der Stammtisch des Alpenvereins. Immerhin liegt die mit 63 Metern höchste Krefelder Erhebung auf Hülser Gebiet. Neu dabei sind auch eine Keramikerin, die mit Kindern töpfert, die Bürgerinitiative „Lebenswertes Hüls“, die Hülser Vertretung von Tölke & Fischer, die Kita „Zaubersterne“, ein Stand mit indischen Spezialitäten und ein Scherenschleifer, der dafür sorgt, dass die von der Kundschaft mitgebrachten Messer und Scheren wieder scharf werden.

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Auf die ländliche Umgebung von Hüls verweisen wie in jedem Jahr die Hülser Landfrauen, die an einem großen Stand auf traditionelle Weise Butter herstellen, die dann auch käuflich erworben werden kann. Der Orbroicher Freundeskreis zeigt, wie man Apfelsaft presst und ohne die geschmückten Stände mit Obst- und Gemüseangeboten, unter denen das Hülser Nationalgemüse „Breetlook“ (Porree) hervorsticht, wäre der Bottermaat nicht komplett.

Das diesjährige Preisrätsel des Heimatvereins testet mit einer Luftaufnahme von Hüls die Ortskenntnis derer, die sich beteiligen. Der Verlag Kaltenmeier druckt an einer historischen Bostentiegel-Druckmaschine mit Kindern ein Druckcliché des Hülser Wasserturms, das diese dann mit Druckerschwärze am Daumen signieren können.

Traditionell wird der Bottermaat am Samstagabend mit Live-Musik von der großen Bühne am Hülser Markt eingeläutet. Offiziell eröffnet wird das Marktgeschehen am Sonntagmorgen um 11 Uhr durch die Werbering-Vorsitzende Kathrin Fuldner. Die Hülser Geschäfte öffnen um 13 Uhr. Das Bühnenprogramm auf den beiden Bühnen Markt und Konventsplatz wird moderiert von Karin Meincke und Peter Hoebertz. Unter anderem interviewt Karin Meincke auf der Marktbühne die Krieewelsche Pappköpp. Jetzt fehlt nur noch gutes Wetter. Aber das hatten die Hülser eigentlich immer, in all den Jahren musste der Bottermaat noch nie wegen des Wetters abgesagt werden.