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Krefeld: HPZ und das Schmucklabel goodydoo kooperieren bei der Schmuckherstellung

Kooperation : Naturschmuck aus der HPZ-Werkstatt

Im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) lässt das junge Krefelder Label „goodydoo“ jetzt Schmuck fertigen — eine Kooperation, von der beide Seiten profitieren.

„goodydoo“, ein junges Krefelder Label, das Naturschmuck herstellt und einen Teil seiner Erlöse für den Tierschutz spendet, kooperiert jetzt mit dem Heilpädagogischen Zentrum (HPZ): Einige Modelle der goodydoo-Armbänder werden von HPZ-Mitarbeitern aufgefädelt — eine sowohl für das Schmucklabel als auch das HPZ willkommene Zusammenarbeit. Denn bei der Herstellung der Accessoires aus Natursteinen in Perlenform legt das 2017 gegründete Unternehmen großen Wert auf Partner, die ihre Betriebe mit sozialer und nachhaltiger Verantwortung führen.

„Unsere Aufgabe ist die Rehabilitation von gehandicapten Menschen. Darum ist uns ein vielfältiges Arbeitsangebot besonders wichtig“, sagt HPZ-Werkstattleiter Peter Hagen. „Das tolle an der Kooperation mit goodydoo ist, dass unsere Mitarbeiter das Endprodukt sehen.“ Deswegen mache ihnen das Auffädeln der Perlen besonders viel Spaß.

Im Rahmen der Kooperation mit dem HPZ hat goodydoo die Modelle von einem auf insgesamt 20 ausgeweitet, die nun vor Ort produziert werden. Goodydoo-Gründerin Hanna Czenczak hatte schon seit einiger Zeit Kontakt zum HPZ. „Und als der Shop dann angelaufen ist, haben wir geschaut, ob man den Schmuck nicht auch in Krefeld fertigen lassen kann — da war das Heilpädagogische Zentrum natürlich unsere direkte Anlaufstelle“, sagt Ilka-Nadine Mielke vom goodydoo-Team.

Das Auffädeln der Perlen ist eine gute Übung für die Feinmotorik der HPZ-Mitarbeiter. Foto: Fabian Kamp

Seit gut einem halben Jahr besteht die Geschäftsbeziehung mit dem HPZ mittlerweile, alle Beteiligten sind sehr zufrieden. „Auch unsere Kunden geben uns gutes Feedback und finden es super, dass wir lokal produzieren lassen“, berichtet Mielke. „Unsere Perlen aus Natur- und Heilsteinen werden von den Mitarbeitern des HPZ Perle für Perle zu einem Schmuckstück verarbeitet. Wir geben also eine Vorlage hier ab und auf dieser Basis werden die Bänder dann gefädelt“, erklärt Mielke. In zwei Kleingruppen, jeweils bestehend aus drei und vier Mitarbeitern, werden die Bänder in der Werkstatt gefertigt. Für die HPZ-Mitarbeiter sei es ein schönes Gefühl, die selbst hergestellten Schmuckstücke online im goodydoo-Shop sehen zu können, berichtet Gruppenleiter André Schroer. „Bei der Arbeit mit den Perlen werden einige Fähigkeiten trainiert, besonders die Feinmotorik“, sagt Schoer. „Durch die hochwertigen  und tollen Resultate wird natürlich auch das Selbstwertgefühl der Mitarbeiter gesteigert“.

Neben dem HPZ übernehmen zusätzlich zwei familiengeführte Manufakturen in Indonesien die Fertigung der Accessoires. „Bei der Gründung von goodydoo war es uns wichtig, dass wir uns für den Tierschutz engagieren und gleichzeitig nur Partner mit an Bord holen, mit denen wir sozial verbunden sind“, so Hanna Czenczak. In etwas mehr als einem Jahr konnte goodydoo mit seinen Spenden bereits 166.000 Näpfe für Tierheim-Tiere füllen. Das entspricht umgerechnet 50.000 Kilogramm Futter. 43 deutsche Tierschutzvereine konnten auf diese Weise bereits jeweils 3.000 Kilogramm Futter für ihre Vierbeiner in Empfang nehmen.