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Krefeld: Hilfe für Wohlfahrtsverbände

Krefeld sucht kreative Lösungen : Corona: Hilfe für Wohlfahrtsverbände

Bisher haben sich insgesamt 263 Personen mit dem Virus infiziert.

Nach einer weiteren Woche im Zeichen der Corona-Epidemie zieht Oberbürgermeister Frank Meyer ein vorsichtig optimistisches Fazit: „Wir befinden uns nach wie vor in einer ernsten Situation und sind weit davon entfernt, Entwarnung zu geben. Aber wir sind auch froh, dass anhand der Zahlen keine Verschärfung erkennbar ist. Wir werden die Entwicklung weiterhin aufmerksam beobachten.“ Der Stand der insgesamt positiv-getesteten Krefelder hat sich am Sonntag, 5. April, 0 Uhr, gegenüber dem Vortag nicht verändert: Es bleibt bei 263 Personen. Von ihnen sind 173 aktuell noch infiziert (Vortag: 182), als genesen gelten 89 (Vortag: 80). 18 Erkrankte sind in stationärer Behandlung (Vortag: 23), acht davon werden intensiv-medizinisch versorgt und beatmet.

Beruhigende Worte gibt es vom zuständigen Dezernenten Markus Schön auch für die sozialen Dienstleister und Wohlfahrtsverbände, die aktuell ihren Aufgaben nicht in gewohnter Weise nachkommen können und deshalb Einnahmeausfälle fürchten. „Wir versuchen, keinen im Regen stehen zu lassen. Gemeinsam mit den betroffenen Unternehmen finden wir kreative Lösungen, wie Leistungen auch in diesen schwierigen Zeiten erbracht werden können. Wir tun alles dafür, die Träger zu unterstützen – denn nach der Krise brauchen wir sie umso mehr“, betont der Beigeordnete. Darüber hinaus gelten die allgemeinen staatlichen Hilfsmaßnahmen wie Rettungsschirme und Kurzarbeitergeld natürlich auch für die Sozialwirtschaft.

Die SPD-Fraktion unterstützt den Vorschlag von Oberbürgermeister Frank Meyer, den Eltern, die wegen der Corona-Pandemie ihre Kinder nicht in der Kita oder der offenen Ganztagsschule betreuen lassen können, ihre Elternbeiträge für die gesamte Zeit zurückzuerstatten. „Viele Familien werden in den kommenden Wochen und Monaten durch Lohnausfall, Kurzarbeit, Geschäftsschließungen und ähnliches finanzielle Einbußen erleiden. Wir können deshalb die Familien nicht noch zusätzlich durch die Zahlung von Beiträgen für die Betreuung in Kitas und offenen Ganztagsschulen belasten, ohne dass die Familien dafür eine Leistung bekommen“, erklärt der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Krefeld, Benedikt Winzen.

Einen ganz besonderen Dank richten die Vertreter der Ratsparteien an alle, die in unermüdlichem Einsatz an vorderster Front tätig sind. Dazu gehören auch die ehrenamtlich Tätigen, die zum Beispiel Bringdienste für Senioren und ähnliches ins Leben gerufen haben. Zugleich müsse schon jetzt und erst Recht nach der Krise damit begonnen werden, soziale Initiativen wie die Krefelder Tafel, Träger der Kinder-, Alten- und Jugendhilfe, Bildungsträger, Vereine oder Kulturschaffende durch Spenden und mit persönlichem Einsatz zu unterstützen. Es müsse alles dafür getan werden, dass in das soziale und kulturelle Netz unserer Stadt keine Löcher gerissen werden. „Auch dazu können wir alle beitragen“, so die Politiker.