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Krefeld: Heimatverein Hüls will seine Heimatstuben erweitern

Aus den Stadtteilen : Land: 95.000 Euro für Heimatverein

Der Heimatverein Hüls will seine Heimatstuben erweitern und profitiert dabei von einem Förderprogramm des Landes. Mehr als 60 Quadratmeter Museumsfläche kommen so hinzu.

Der Hülser Heimatverein wird seine Heimatstuben ausbauen. Nach rund zweijähriger Planung und einiger zu nehmender Hürden bei der Baugenehmigung kann das denkmalgeschützte Haus mit seinem Heimatmuseum an der Konventstraße nun erweitert werden.

Dabei wird der hölzerne Torbogen der Durchfahrt einer Glasfront weichen, die den neuen Eingang der Heimatstuben markieren wird. „Dadurch wird ein barrierefreier Zugang zum Museum sowie ein besserer Einblick von außen, auch außerhalb der Öffnungszeiten, ermöglicht“, sagt Architekt Karl Amendt, der den Umbau ehrenamtlich geplant hat. Hinter dem neuen Eingang wird aus der elf Meter langen Durchfahrt ein großer, vierter Ausstellungsraum entstehen. In diesem Raum sollen fortan Wechselausstellungen von Hülser Künstlern stattfinden, zunächst mit Werken des Bildhauers Hans-Joachim Albrecht oder des Keramikers Theo Ackermann. „Die Erweiterung schafft Raum für Neues“, sagt Kassenwart und Vorstandsmitglied Heinz Gommans. Schließlich würden die Menschen ja nicht immer nur die gleichen Ausstellungsstücke sehen wollen. Zudem habe der Heimatverein nun die Möglichkeit, die üppig gefüllten restlichen drei Ausstellungsräume neu zu gestalten.  So soll Besuchern künftig zum Einstieg auf Fernseher oder Leinwand ein Film zur Historie von Hüls gezeigt werden, das wird Teil des „multimedialen Erlebnisraums“ sein. Das dürfte auch die vielen Schulklassen, die jedes Jahr das Museum besuchen, ansprechen.

Der neue Ausstellungsraum wird über einen Wintergarten auf seiner Rückseite mit den bisherigen drei Ausstellungsräumen verbunden sein. Auch der Wintergarten könne künftig entsprechend genutzt werden, beispielsweise für verschiedene Skulpturen, sagt Gommans. Und über die Heimatstuben soll es möglich sein, die angrenzende Konventkirche zu betreten. Mehr als 60 Quadratmeter Museumsfläche sollen so insgesamt hinzukommen, damit wären die Heimstuben nach der Erweiterung etwa doppelt so groß.

Dass eine Erweiterung derartigen Ausmaßes überhaupt finanziell möglich ist, hat der Heimatverein auch der Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen zu verdanken. Rund zwei Drittel der veranschlagten Erweiterungskosten von 145.000 Euro stemmt das Land im Rahmen des Förderprogramms „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen“. Zu diesem Anlass war Anfang Oktober auch Nordrhein-Westfalens Ministerin für Heimat,  Ina Schnarrenbach, in den Heimatstuben zu Besuch. Sie überreichte feierlich den offiziellen Zuwendungsbescheid über 95.000 Euro.

Die restlichen 50.000 Euro hat sich der Heimatverein über viele Jahre angespart, sei es durch die auf der Hülser Burg stattfindenden Trauungen oder Spenden von Teilnehmern der ebenfalls vom Heimatverein veranstalteten Ortsführungen von Hüls. Der Besuch des Museums ist kostenfrei und soll es auch nach dem Umbau bleiben.

Fertiggestellt werden sollen die Arbeiten am Heimatmuseum innerhalb eines Jahres. Dann möchte auch  Ministerin Scharrenbach zur Eröffnung wiederkommen.