Krefeld: GSAK-Mitarbeiter helfen verzweifeltem Ehemann

Entsorgungsgesellschaft Krefeld : Ehering verloren: GSAK-Mitarbeiter durchsuchen Altpapier-Container

Große Hilfsbereitschaft zeigten Krefelds Reinigungs-Profis, als einem Bockumer sein Ehering beim Einwerfen von Altpapier vom Finger rutschte.

Es gibt Tage, da läuft es einfach nicht rund. Einen solchen Tag, ausgerechnet auch noch der 1. Mai, erlebte jetzt Familie Wilstacke-Frölich. Das Bockumer Ehepaar hatten den Feiertag genutzt, um den Keller zu entrümpeln. Dabei ging schon einiges schief. Der Briefkasten wurde beim Ausräumen in Mitleidenschaft gezogen, dann fielen alte Gegenstände aus dem Auto und auch der Wagen selbst hatte anschließend eine Macke. „Zur Krönung bekam meine kleine Tochter dann noch einen Tobsuchtsanfall. Das war wirklich ein Tag, den man nicht erleben möchte“, erinnert sich Julia Wilstacke-Frölich.

Um das Altpapier zu entsorgen, fuhr ihr Mann nach dem Ausräumen des Kellers noch zu den Containern auf dem Zoo-Parkplatz. Die Handschuhe hatte er zu Hause ausgezogen und stopfte nun mit bloßen Händen das Papier durch die dafür vorgesehene Klappe. Da hörte er ein verräterisches „Pling“ und dachte sofort an seinen Ehering. Zu spät. Das gute Stück war in den Tiefen des Containers verschwunden, eine Bergung durch den Schlitz unmöglich.

Verzweifelt rief Jörg Wilstacke die Polizei an, die wiederum den Notdienst der GSAK kontaktierte. Dem Ehemann, der erst am 30. April seinen siebten Hochzeitstag gefeiert hatte, wurde ein Vierkantschlüssel angeboten, um den Behälter zu öffnen und nach dem Ring zu suchen. „Das hat aber leider nicht geklappt. Irgendwie hat mein Mann den Container nicht aufbekommen“, sagt die Mutter von vier Kindern. Der freundliche GSAK-Mitarbeiter riet dazu, die Suche am frühen Donnerstagmorgen mit seinen Kollegen fortzusetzen.

So wurde es denn auch gemacht. Pünktlich um sechs Uhr traf Jörg Wilstacke am Wertstoffhof in Linn ein und fuhr mit GSAK-Mitarbeitern zum Container am Zoo. Dort suchten sie gemeinsam eine Stunde lang im Altpapier. Mit Erfolg. „Es ist unglaublich, aber sie haben den Ring tatsächlich gefunden. Mein Mann war unheimlich erleichtert“, erzählt Julia Wilstacke-Frölich.

Besonders dankbar ist das Bockumer Ehepaar den GSAK-Mitarbeitern. Ihre Hilfsbereitschaft sei großartig gewesen. Natürlich gab es neben ganz viel Lob auch einen großzügigen Finderlohn. Dem Ehemann erzählten die Experten dann noch, dass er mit seinem Erlebnis keineswegs ein Einzelfall sei. Es käme immer mal wieder vor, dass in den Containern Wertgegenstände verschwinden.

Spätestens seit Donnerstag ist jedoch klar: Was verschwunden ist, kann auch wieder auftauchen. Man muss nur die richtigen Helfer an seiner Seite haben.

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