Krefeld: Grundstein fürs neue TC Stadtpark-Vereinsheim ist gelegt 

Aus den Stadtteilen : Der Grundstein fürs neue TC Stadtpark-Vereinsheim ist gelegt

Am Mühlenfeld, am Rande des Stadtparks, entsteht eine moderne Vereinsanlage mit einem Restaurant, das allen Gästen offen stehen wird.

Die Zukunft kann kommen, der Grundstein für ein modern aufgestelltes Vereinsleben ist gelegt. Am gestrigen Mittwoch trafen sich Bezirkspolitiker und Mitglieder des Tennis-Vereins TC Stadtpark Fischeln, um auf den Beginn der Bauarbeiten am neuen Vereinsheim anzustoßen. Es liegt direkt neben dem Neptun-Bad am Mühlenfeld. Der junge TC Stadtpark wird damit auch baulich deutlich zeigen, dass aus zwei alteingesessenen Vereinen eine Einheit geworden ist.

„Als ich als Jugendliche Tennis gespielt habe, war es noch wichtig, für welchen Fischelner Verein man antritt: für den TC oder die Tennisfreunde. Jetzt gibt es nur noch den TC Stadtpark Fischeln, und alle ziehen an einem Strang. Das ist toll“, sagt Vereinssprecherin Stephanie Kickum und ist sich sicher, dass die ehrgeizigen Pläne nur deswegen erreicht werden konnten, weil die Fusion der Traditionsvereine reibungslos geklappt hat. „Wir sind ja nicht von jetzt auf gleich zusammengewachsen, sondern haben uns langsam durch verschiedene Aktionen angenähert.“

Zehn Jahre hat es gedauert, einen gemeinsamen Weg zu finden. Mit der Gründung des TC Stadtpark Fischeln ist dieser Prozess aber noch nicht abgeschlossen. Auch das neue Vereinsheim, das im Frühjahr 2020 fertiggestellt sein soll, wird wichtige Impulse setzen. So ist geplant, die Gastronomie für Nicht-Vereinsmitglieder zu öffnen. „Die Küche wird den Anspruch vollwertiger Gastronomie erfüllen. Wir hoffen, dass das Angebot auch von Spaziergängern angenommen werden wird, schließlich sind wir im Herzen des Stadtparks“, sagt Stephanie Kickum.

Im Zentrum des Stadtparks liegt das Restaurant, wenn man auch den etwas stiefkindlichen behandelten Bereich vom Vereinsgelände aus betrachtet hinter dem Neptun-Bad miteinbezieht. „Die Überlegungen, den weniger beachteten Teil des Stadtparks stärker anzubinden, gibt es ja schon lange, auch verschiedene Pläne, in welcher Form das machbar wäre. Wenn man ein solches Gebäude plant, ist es ja immer auch eine Investition in die Zukunft“, sagt Kickum.

Rund 1,7 Millionen Euro wird der Bau inklusive der Umgestaltung der Anlage kosten. Insgesamt soll es künftig neun Turnierplätze, neue Sanitärbereiche und eine eigenes Holzhaus für die Jugend geben. Besonders der Nachwuchs liegt dem TC Stadtpark am Herzen. 180 aktive Kinder und Jugendliche gibt es derzeit. Dieser hohen Zahl wird der Verein auch durch die Schaffung eigener Sanitärbereiche gerecht. „Das empfinden viele unserer Mitglieder als angenehmer. Deswegen wird es zwei Senioren- und zwei Jugend-Umkleiden geben. Ein Bolzplatz am Holzhaus und die Möglichkeit, sich dort zum Grillen zu verabreden, soll Jugendliche animieren, auch außerhalb der Trainingszeiten auf das Vereinsgelände zu kommen“, erklärt die Sprecherin.

Die gute Jugendarbeit lobt an diesem Mittwoch auch Bürgermeisterin Gisela Klaer. In die Urkunde zum Baubeginn schreibt sie: „Möge der 9. Oktober 2019 der Tag sein, an dem wir den ersten Grundstein für eine sportlich erfolgreiche und vor allem lange Zukunft des Tennissports in Fischeln gelegt haben.“ Die Urkunde wird zusammen mit den Bauplänen, Krefelder Zeitungen und einem kleinen Tennisschuh, den Vereinsvorsitzender Achim Eckardt beisteuerte, in das Grundsteinrohr gesteckt. Anders als sonst wird es jedoch nicht in die Erde gelegt, sondern soll zusammen mit seinem Pendant vom Bau des alten Vereinsheims, das noch ausgegraben wird, im neuen Gebäude in einer Vitrine ausgestellt.

Auch Architekt Hans-Günter Niehues hat den Bauplänen eine Widmung hinzugefügt und geht darin auf die Visionen des Vereins ein: „Das neue Clubhaus soll weitaus mehr sein, als ein Treffpunkt für Mitglieder, es wird ein öffentliches Restaurant mit großzügiger Terrasse.“ Der Verein ist somit für die Zukunft gut gerüstet. Bleibt nur noch eine Herausforderung: Die 500-Mitglieder-Marke. Aber auch die soll bald geknackt werden.

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