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Krefeld: Grüne fordern eine Million Euro pro Jahr für Radwege und Fahrradstraßen

Zukunftsweisendes Fahrradkonzept : Grüne fordern eine Million Euro pro Jahr für Radwege

Die Fraktion spricht sich für einen Radverkehrsanteil in Krefeld von mehr als 30 Prozent bis zum Jahr 2030 aus.

Die Grünen begrüßen die Absicht der Verwaltung, ein zukunftsweisendes Fahrradkonzept zu erstellen, mit dem ein attraktives und sicheres Radwegenetz, ein höherer Anteil an Radverkehr und mehr Lebensqualität für Krefeld erreicht werden soll. „Um die Bürger zu motivieren, auf das Rad umzusteigen, müssen sie sich darauf sicher und schnell durch die Stadt bewegen können“, betont Ana Sanz Sanz, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen.

Die Fachfrau stellt sich ein dichtes Radverkehrsnetz mit eigenen Fahrradtrassen für den bequemen Weg Richtung City sowie gut markierte Fahrradstraßen für den Schulweg und breite Fahrradstreifen auf Hauptverkehrsstraßen vor. „Für uns ist wichtig, dass Radfahrer als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer anerkannt werden, ohne Bedrängnis auf der Straße, mit ausreichendem Platz, fahrradfreundlichen Ampelschaltungen und guten Abstellangeboten“, fügt sie hinzu. Das Ziel eines Radverkehrsanteils von mehr als 30 Prozent für 2030 müsse unverzüglich konsequent angegangen und mit einer konkreten Planung sowie einem jährlichen Maßnahmenplan unterlegt werden. Sanz Sanz: „Krefeld hat schon einen großen Sanierungsstau bei Radwegen. Deshalb schlagen wir vor, die Haushaltsmittel für die Erneuerung der bestehenden Radwege und Fahrradstraßen auf eine Million Euro pro Jahr zu erhöhen.“

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Die Grünen erwarten, dass einfache Maßnahmen, die vor längerer Zeit beschlossen und aus Personalmangel noch nicht umgesetzt worden sind – wie die Aufstellung einer Fahrradabstellanlage am Hauptbahnhof oder die Einführung des Knotenpunktsystems für Radverbindungen – endlich angegangen werden. „Dringend benötigtes Personal in der Planungsverwaltung und im Kommunalbetrieb Krefeld muss aufgestockt werden“, erklärt die Politikerin. „Wir brauchen die Fahrradoffensive jetzt!“ Das Projekt „Krefelder Promenade“, das viele Jahre lang als nicht realisierbar galt, müsse endlich Gestalt annehmen und sei ein gutes Beispiel von mutiger Zusammenarbeit zwischen Politik und Verwaltung, von denen Krefeld deutlich mehr bräuchten, um die Verkehrswende voranzutreiben.