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Krefeld: Gründungswoche der IHK soll Start-ups am Niederrhein fördern

Programm in Mönchengladbach und Krefeld : Gründungswoche am Niederrhein soll Start-ups fördern

Ab Montag gibt es in Krefeld und dem Umland  mehr als 80 Veranstaltungen für angehende Unternehmensgründer. Einige davon sind auch online.

Niemand müsse nach Berlin, Hamburg oder München gehen, um ein Unternehmen zu gründen, findet Ulrich Schückhaus, Chef der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach (WFMG). Der Niederrhein biete für Existenzgründer alles, was es braucht: „Hier ist man keine Nummer, hier wird man umsorgt, individuell und persönlich beraten.“ Die WFMG organisiert die aktuelle Gründungswoche Niederrhein 2021, die in dieser Woche angehende Jungunternehmer eben so umsorgen will.

In diesem Jahr findet sie zwischen dem 15. und 21. November statt und ist unter dem Motto „Gründen heißt Vielfalt“ größer denn je. Mehr als 80 Veranstaltungen, zum Teil digital, zum Teil hybrid, zum Teil in Präsenzform, werden Interessierten angeboten. Vom ursprünglichen Einzugsbereich ausgehend, erstreckt sich die Veranstaltungsreihe über Krefeld, Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss bis zum nördlichen Niederrhein und hat mit der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort und Kleve einen neuen Partner gefunden.

„Es freut mich besonders, dass so viele Parteien zusammenarbeiten, sich gegenseitig unterstützen und so dieses vielfältige Programm erst ermöglichen“, sagt Schirmherr Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein. Schückhaus nennt exemplarisch einige Veranstaltungen, die zeigen würden, dass für Kirchturmsdenken am Niederrhein kein Platz sei.  Programmatischer Höhepunkt sei ein erstmaliger Zusammenschluss diverser regionaler Gründungsstammtische in der Viersener „Rockschicht“. Während einer Aufzugfahrt werde in Krefeld der perfekte „Elevator Pitch“ trainiert – also der Vortrag der Gründungsidee innerhalb der Dauer einer Aufzugsfahrt. Ein Angebot ermögliche es, in nur zwei Stunden die erste App aufsetzen, ganz ohne technische Kenntnisse. Die Stadtsparkasse Mönchengladbach und die Sparkasse Krefeld werden mit Beratungsangeboten auch außerhalb ihrer Geschäftszeiten und -räume ihren Teil dazu beitragen, Interessierten finanzielle Hemmungen bei einer Existenzgründung zu nehmen.

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Existenzgründungen seien ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor, bestätigt der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung des Kreises Viersen,  Thomas Jablonski: „Im Startercenter für den Kreis Viersen werden pro Jahr rund 150 Intensiv- und über 700 Kurzberatungen durchgeführt. Daraus sind seit 2008 etwa 1000 Unternehmen im Kreis Viersen gegründet worden. Mehrere tausend Arbeitsplätze sind so entstanden, rund zehn Millionen Euro investiert worden.“

Bei der Gründungswoche gibt es nicht nur eine Hülle und Fülle von Informationsveranstaltungen, auch die so genannten „weichen“ Faktoren  werden berücksichtigt, wie etwa mit der Veranstaltung „Mach Dein Ding!“ in der Textilakademie in Mönchengladbach am Dienstag, 16. November, um 19.30 Uhr. Dort werden auf Einladung des Mittelstandsnetzwerkers Stefan Wagemanns Neugründer und erfolgreiche Gründer ihre Erfolgsstory vortragen. Darunter ist unter anderem einer der prominentesten Gründer aus Mönchengladbach überhaupt: Rolf Schrömgens, Gründer der Hotelsuchmaschine Trivago, diskutiert dann mit Wagemanns und Manan Voskanian (Stylique).

„Das abwechslungsreiche Programm der Gründungswoche 2021, gepaart mit der vielfältigen Gründerszene, leistet für Mönchengladbach einen bedeutenden und besonderen Beitrag zum Stadtmarketing“, sagt Peter Schlipköter, Chef der städtischen Marketinggesellschaft MGMG. Aber auch in Krefeld, Viersen, dem Rhein-Kreis Neuss sowie Kleve und Kamp-Lintfort ist diese Gründungswoche eine Visitenkarte, die Gründunginteressenten anspricht. „Die Region bietet ein prima Klima für Neugründer“,  findet Maximilian Reisch von der Gladbacher Digitalisierungsoffensive nextMG. „Die Region profitiert einerseits ungemein vom einheitlichen Auftritt und den gemeinschaftlich formulierten Angeboten – und andererseits gelten wir damit als Region bis ins Bundeswirtschaftsministerium hinauf als Best-Practice-Beispiel“, sagt Schückhaus.

Das gesamte Programm gibt es unter www.gruendungswoche.com.