Krefeld: Gründervater der Bildungszentren des Baugewerbes geehrt

Handwerk : Gründervater der Bildungszentren des Baugewerbes geehrt

(RP) Als im vergangenen Jahr der Krefelder Heribert Schaefer den Goldenen Meisterbrief als Beton- und Stahlbetonbauer erhielt, sagten alle Beteiligten zum Abschied: „Wir sehen uns 2019.“ Das kam dann auch so: Denn jetzt erhielt Heribert Schaefer (83) zusätzlich noch den Diamantenen Meisterbrief – vor 60 Jahren machte er seine Meisterprüfung im Maurer-Handwerk.

Die Urkunde überreichten dem „doppelten Meister“ bei der Versammlung der Bau- und Straßenbauer-Innung Krefeld-Linker Niederrhein Obermeister Joachim Selzer und Klaus Koralewski, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Niederrhein, im Nordbahnhof.

Heribert Schaefer, Jahrgang 1935, war bis zu seinem Wechsel in den Ruhestand im Jahr 2014 nicht nur ein erfolgreicher Firmenchef. Er hat sich auch ehrenamtlich stark für das Handwerk engagiert. So steht sein Name für einen der Gründungsväter der Bildungszentren des Baugewerbes (BZB) mit Hauptsitz in Krefeld an der Bökendonk. Die Liste seiner Ehrenämter ist lang, ebenso die Zahl seiner Auszeichnungen. Genannt seien beispielhaft das Goldene Ehrenzeichen der Handwerkskammer Düsseldorf sowie die Goldene Ehrennadel der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kreishandwerkerschaften. Im Jahr 2006 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Während seiner beruflichen Tätigkeit und auch bedingt durch seine Ehrenämter hatte er relativ wenig Zeit für Hobbys. Das hat sich durch den Ruhestand geändert: „Gärten sind mein Hobby. Sowohl mein eigener als auch die meiner beiden Töchter. Da helfe ich gerne aus“, sagt Schaefer. Apropos Familie: „Die Familie hält zusammen und geht über alles“, sagt der Großvater von fünf Enkelkindern, allesamt bereits erwachsen. Urlaub und Reisen waren auch früher nicht so sein Ding: „Ich war immer froh, wenn ich zurück war“, sagt er und lacht. „Denn die Arbeit im Betrieb ging für mich immer vor.“ Und was war das Schöne an seinem Handwerk? Heribert Schaefer muss nicht lange überlegen: „Du hast den ganzen Tag gearbeitet und abends das Ergebnis gesehen. Du hast gesehen, was du geschafft hast. Ich erinnere mich zum Beispiel an die Arbeiten an den Mauern der Burg Linn.“ Kurz: Er hatte seinen Wunschberuf gefunden und immer Freude an seiner Arbeit. Das kam nicht von ungefähr: „Mein Vater war auch Maurermeister; ich war bereits mit zwölf Jahren mit ihm auf Baustellen.“ Später übernahm er das Unternehmen seines Vaters.

Auch heute noch ist er viel unterwegs: „Im Kreis der Familie und im Freundeskreis. Und es rufen noch alte Kunden an und suchen meinen Rat.“ Die Feierstunde hat er genossen: „Es war sehr harmonisch; wir haben viel geredet.“

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