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Krefeld: Krefeld gewinnt Neubürger

Krefeld : Krefeld gewinnt Neubürger

Seit 2000 steigt die Zahl der Zuzüge nach Krefeld kontinuierlich, mittlerweile übersteigt sie die Zahl der Fortzüge: 9836 Bürger kamen 2011 nach Krefeld, 9647 zogen weg. Die meisten deutschen Krefelder gingen in die Schweiz.

Eine für Krefeld erfreuliche Tendenz hat am Donnerstag das Statistische Landesamt übermittelt. Die Zahl der Zuzüge nach Krefeld hat im vergangenen Jahr 2011 die Zahl der Fortzüge um 189 übertroffen: In der Krefelder Stadtverwaltung ist die Freude groß: "Ich glaube, dass auch in Krefeld jetzt ein Trend ankommt, den andere Städte schon vor uns beobachteten. Viele Leute ziehen zurück ins urbane Umfeld", sagte gestern Ulrich Cloos, Krefelds Stadtmarketing-Chef, auf Anfrage unserer Zeitung:

9836 Neubürger zogen nach Krefeld, 9647 zogen aus Krefeld weg. Im Jahr 2000 war der Saldo noch negativ: Da verlor Krefeld durch Zu- und Fortzüge noch 1450 Bürger. Die Einwohnerzahl Krefelds sinkt dennoch: weil 2011 zwar 1715 Krefelder Babys geboren wurden, aber auch 2581 Krefelder starben.

Das Stadtmarketing hatte vor einigen Jahren begonnen, auch in Düsseldorf mit der Kampagne "Komm doch mal rüber" für den Wohnort Krefeld zu werben. Die meisten der Zuzügler kamen mit 5556 aus Nordrhein-Westfalen, dieser Wert ist seit Jahren konstant. 1467 Neubürger kamen aus anderen Bundesländern.

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Der Krefelder Neubürgergewinn resultiert aber besonders aus ausländischen Neubürgern. Während die Bilanz der deutschen Zu- und Fortzügler negativ ist (362 mehr Fortzügler als Zuzügler) kamen deutlich mehr Ausländer nach Krefeld: 551 mehr Ausländer zogen unter dem Strich nach Krefeld.

Die stärkste Zuzugsgruppe aus dem Ausland sind die Polen mit 749 Neubürgern in 2011. Cloos erklärt: "Seit dem 1. Mai 2011 gilt für die 2004 der EU beigetretenen Staaten die Arbeitnehmerfreizügigkeit." Cloos glaubt, dass deshalb besonders viele Polen kamen. Aus der Türkei kamen 135 Neubürger, aus Italien 122, aus Ungarn 111, aus Griechenland 86. Bei den außereuropäischen Bürgern bilden die US-Amerikaner mit 52 Neubürgern die stärkste Einwanderergruppe.

Aufschlussreich sind auch die Tendenzen bei den Auswanderern, die das Statistische Landesamt ebenfalls erfasst hat. Die meisten Krefelder, die 2011 ins Ausland zogen, gaben ihren neuen Wohnsitz in der Schweiz an: 38. Damit liegt das Auswandererziel bei deutschen Krefeldern noch vor den Niederlanden (29 Auswanderer aus Krefeld), Polen (27) und Türkei (27).

Die meisten Ausländer, die aus Krefeld wegzogen, waren neben den Polen (359) die Türken (190). Schon seit 2000 ziehen laut Statistik jedes Jahr mehr Türken von Krefeld in die Türkei als Türken nach Krefeld kamen. Die Zahl der Griechen hingegen stieg erstmals wieder. Erstmals kamen 2011 wieder mehr Griechen nach Krefeld als Griechen aus Krefeld weggezogen.

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(RP)