Krefeld: Gastronomie geht optimistisch ins Weihnachtsgeschäft

Restaurants sind vorbereitet : Gastronomie geht optimistisch ins Weihnachtsgeschäft

„Leere Tische trotz Reservierung bleiben ein Problem“, sagt Antonios Arabatzis, Vorsitzender des Gaststättenverbandes in Krefeld.

(jon) Restaurantbetreiber in Krefeld schauen leicht optimistisch in die letzten Wochen des Jahres. „Viele möchten es sich zum Jahresausklang bei uns in der Gastronomie gut gehen lassen. Wir sind vorbereitet“, sagt Antonios Arabatzis, Vorsitzender des Deutscher Hotel- und Gaststättenverbandes in Krefeld. Auch wenn die Kostensensibilität weiterhin sehr ausgeprägt ist, profitiert die Gastronomie vor dem Hintergrund einer stabilen wirtschaftlichen Gesamtsituation im Land von der Lust vieler Gäste auszugehen. „Die Löhne sind gestiegen, die Arbeitslosigkeit ist gering und Geld auf dem Konto liegen zu lassen, macht bei den niedrigen Zinsen auch keinen Spaß. Die Rahmenbedingungen passen also“, so der Experte.

Alle Jahre wieder tritt zum Jahresende ein für die Gastronomen ärgerliches Phänomen besonders stark in Erscheinung: die so genannten No-Shows – leere Plätze trotz voller Reservierungsbücher. Dahinter verbirgt sich die Angewohnheit, Plätze zu reservieren und dann gar nicht oder mit weniger Gästen als angemeldet zu erscheinen. Für Gastronomen ein großes Problem: „Wir appellieren an unsere Gäste, Reservierungen, die nicht eingehalten werden können, frühestmöglich abzusagen, damit der Gastronom durch eine andere Planung reagieren und Kosten vermeiden kann. Im Übrigen haben „Nachrücker“ dann die Möglichkeit, doch noch einen Platz zu bekommen“, erklärt Arabatzis.

Auf dem Wunschzettel der Gastronomen an die Politik steht indes der reduzierte Mehrwertsteuersatz in Höhe von sieben Prozent für jede Art von Essen. Momentan ist die Gastronomie gegenüber Supermärkten, Bäckereien oder Metzgereien durch den vollen Mehrwertsteuersatz benachteiligt. „Wir sind mit unseren Restaurants starke Arbeitgeber und Teil der (Ess)kulturlandschaft. Wer möchte, dass wir auch weiterhin flächendeckend und mit individuellen Angeboten existieren können und höhere Löhne bezahlen können, der schafft einen fairen Wettbewerb zwischen allen, die Lebensmittel verarbeiten. Wo Essen drin ist, muss vorne eine 7 stehen. Für alle“, unterstreicht Arabatzis die Forderung. Wie fraglich das Mehrwertsteuerwesen ist, lasse sich auch im Weihnachtsgeschäft beim Gänseessen gut beobachten: Die Gans mit „ihrem“ Taxi nach Hause gebracht oder selbst im Restaurant abgeholt – sieben Prozent, im Restaurant gegessen: 19 Prozent.