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Krefeld: Friedensbündnis appelliert an Bundesregierung

Aus der Krefelder Politik : Friedensbündnis appelliert an Bundesregierung

In einen Schreiben an die Bundesregierung appelliert das Krefelder Friedensbündnis, den UN-Vertrag für ein Verbot von Atomwaffen zu unterzeichnen. Neben allen Gefahren, die es derzeit gebe, bräuchte man nicht auch noch eine Bedrohung durch Atomwaffen, argumentiert die Sprecherin des Bündnisses, Ingrid Vogel.

(vo) Das Krefelder Friedensbündnis hat an die Bundesregierung appelliert, den UN-Vertrag für ein Verbot von Atomwaffen zu unterzeichnen. Anlass war das Inkrafttreten des Vertrages am 22. Januar. „Damit wird ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg in eine Welt ohne Atomwaffen erreicht, auch wenn das Abkommen völkerrechtlich zunächst nur verbindlich für die 51 Staaten ist, die es bisher ratifiziert haben“, erklärte Ingrid Vogel, Sprecherin des Krefelder Friedensbündnisses. „Aber ähnlich wie die Verträge über das Verbot von Streumunition (2010) oder Landminen (1999), wird auch dieser Vertrag mit der Zeit genauso viel Wirkung zeigen und zu einer internationalen Ächtung führen. Denn mit jedem weiteren Beitritt wächst der Druck auf die Atomwaffenstaaten“, sagte sie. Ziel sei es, die mehr als 14.000 Atomwaffen auf der Welt zu beseitigen. Vogel würdigte in dem Zusammenhang, dass Krefeld sich als eine von mehr als 7.800 Städten und Gemeinden weltweit dem Verbund der „Bürgermeister für den Frieden“ angeschlossen habe. Mehr als 1.000 Krefelder hätten einen Bürgerantrag dafür unterschrieben, der Stadtrat habe einen Appell an die Bundesregierung beschlossen, und der Oberbürgermeister habe in einem Brief die Bundesregierung aufgefordert zu ratifizieren. „Das sollte die Bundesregierung endlich umstimmen. Es gibt auf der Welt schon so viele Bedrohungen wie Corona, Artensterben oder Klimawandel. Eine Bedrohung durch Atomwaffen brauchen wir nicht auch noch“, so Vogel und zitiert ihre Enkelin: „Atomwaffen sind voriges Jahrhundert“.

www.krefelder-friedensbuendnis.de