Krefeld: Fliegerbombe gefunden - Entschärfung am Dienstag

Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg: Mehrere tausend Menschen von Bombenentschärfung betroffen

An der Wielandstraße in Krefeld ist am Dienstag eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Um 20.59 Uhr war der Blindgänger entschärft.

Bei der Bombe handelt es sich um eine amerikanische Fünf-Zentner-Fliegerbombe. Sie lag auf einem Bauplatz mitten in einem Wohngebiet. Gegen 15.45 Uhr begann die Polizei, die Straße abzusperren. Um kurz nach 19 Uhr stand fest, dass sich die Entschärfung verzögern würde. Es gab viele ältere Menschen, die aus der Gefahrenzone transportiert werden mussten. Am Ostwall und angrenzenden Straßen staute sich gegen 19 Uhr der Verkehr. Um 20.45 Uhr begann die Entschärfung, um 20.59 Uhr war sie beendet. Alle Sperrungen wurden sofort aufgehoben.

Rund 350 Kräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr waren bei der Evakuierung und Entschärfung im Einsatz. Hinzu kamen 179 Beamten der Polizei. In einem Umkreis von 250 Metern rund um den Fundort an der Wielandstraße mussten alle Anwohner (1945) ihre Häuser verlassen. Es waren 43 Transporte nötig, für Menschen, die ihre Wohnung nicht selbstständig verlassen konnten.

In einem Umkreis von 500 Metern durfte sich niemand im Freien aufhalten. Die Anwohner (4640) in diesem Radius mussten in ihren Häusern bleiben und sich in Räumen aufhalten, die dem Fundort der Bombe abgewandt sind.

In der Nähe des Fundortes liegt auch die Koerverhalle, die Turnhalle des Ricarda-Huch-Gymnasiums, in der rund 195 Flüchtlinge untergebracht sind. Die Halle wurde geräumt. Die Flüchtlinge wurden im Erdgeschoss des Ricarda-Huch-Gymnasiums untergebracht.

(vo)