Krefeld: Filmdreh für den Udo Lindenberg-Film in Krefeld-Forstwald.

Krefeld : Udo-Lindenberg-Film — Dreharbeiten an der Plückertzstraße

Die Dreharbeiten für den Film „Mach dein Ding“ über das Leben und die Karriere des Deutsch-Rockers Udo Lindenberg haben in Forstwald begonnen.

Eigentlich ist die Plückertzstraße in Forstwald am treffendsten mit dem Wort ‚beschaulich’ zu beschreiben. Unmittelbar am für den Stadtteil namensgebenden Wald gelegen, reihen sich Einfamilienhäuser aneinander und auch der Verkehr hält sich in Grenzen. Gestern aber herrschte große Betriebsamkeit. Fünf große Lastwagen brachten Material, von Scheinwerfern über Kameras, Dekorationen und anderes Filmmaterial. Im nahe gelegenen Amselweg stand eine lange Reihe von Transportern. Einige davon hatten ihrerseits weitere Materialien geladen, andere beinhalteten Catering, Maske und ähnliche für einen Film wichtige Dinge.

Das Leben Udo Lindenbergs ist Inhalt des neuen Films, der auch in Krefeld gedreht wird. Foto: dpa/Georg Wendt

Denn der Grund für die Betriebsamkeit war einer der Drehtage für den Udo-Lindenberg-Film „Mach Dein Ding“. Etwa 50 Crewmitglieder luden die Materialien aus und brachten sie in eines der Häuser an der Plückertzstraße. Hier werden Szenen für den Kinofilm gedreht. Drehorte sind darüber hinaus Düsseldorf, das Ruhrgebiet und Hamburg. Das Haus in Krefeld ist der perfekte Drehort für die Filmcrew. Es steht leer, nachdem die Besitzerin verstarb und steht aktuell zum Verkauf. Am Set wird davon gesprochen, dass es nach Ende der Dreharbeiten abgerissen werden soll.

Dieses Haus an der Plückertzstraße ist im Innern geeignet als Filmkulisse. Foto: Lammertz, Thomas (lamm)
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Komparsen aus Krefeld, die im Frühjahr in einer großen Aktion im Cinemaxx am Hauptbahnhof ausgewählt worden waren, sind übrigens bei den Dreharbeiten in dieser Woche nicht vor Ort. Auf dem Plan stehen hier nur Innenszenen. Entsprechend ist nur die Familie Lindenberg, beziehungsweise deren Darsteller, vor Ort. Die Komparsen kommen da zum Einsatz, wo viele Menschen darzustellen sind. Beispielsweise als Publikum bei Konzerten, oder bei Aufnahmen von öffentlichen Plätzen und dergleichen.

Das Haus, in dem nun die Dreharbeiten stattfinden, wird übrigens im Film später nicht in der Außenansicht zu sehen sein. Alle Szenen des Drehs hier spielen im Innern. Entsprechend unspektakulär ist auch die Anmutung von Außen für Passanten. Und so ist die Betriebsamkeit rund um das, was eigentlich wichtig ist, hier das Eindrucksvollste. Die Fenster sind mit Folien verhängt, große Scheinwerfer sorgen auch beim wolkenverhangenen Himmel des gestrigen Tages für ausreichend Licht. Bis Ende Dezember sollen die Dreharbeiten an den verschiedenen Orten dauern. In Krefeld wird die Crew noch einige Male zu Gast sein. In die Kinos wird das Ergebnis der Arbeit dann im kommenden Jahr kommen. Dann wird die Plückertzstraße längst wieder in gewohnter Beschaulichkeit daliegen.

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