Krefeld FDP kritisiert „Fridays for Future“

Schülerdemo für Klimaschutz: FDP Krefeld kritisiert „Fridays for Future“

Die Freien Demokraten schagen vor, mit den Schülern in einen Dialog zu treten. Sie halten es für wirksamer, wenn sich die Schüler in ihrer Freizeit zu solchen Versammlungen treffen würden.

Kritische Töne kommen aus der Krefelder FDP zur Schüleraktion „Fridays for Future“ mit rund 1400 Teilnehmern am Freitag in der Innenstadt:  „Persönlich begrüße ich es, wenn sich junge Menschen für politische Ziele einsetzen, unabhängig davon ob Sie einer Partei angehören oder nicht. Aber das Format ,Fridays for Future’ halte ich für den falschen Weg. Ich halte es nicht für richtig hierfür regelmäßig dem Unterricht fern zu bleiben. Besonders nicht bei dem erhöhten Unterrichtsausfall, der in NRW herrscht“, sagt der Sprecher der FDP im Schulausschuss, Alexander Schmitz.

Die Freien Demokraten halten es für wirksamer, wenn sich die Schüler in ihrer Freizeit zu solchen Versammlungen treffen würden oder an Samstagen, wenn in der Innenstadt ein erhöhtes Besucheraufkommen herrscht. „Ich denke, dass die Schüler dann sogar mehr Aufmerksamkeit generieren könnten. Außerdem könnten Sie sich so selbst von dem Vorwurf des Schulschwänzens befreien“, so Schmitz.

Auch kritisiert der Liberale die argumentative Struktur, die bei den „Fridays for Future“-Versammlungen vorherrscht: „Christian Lindner hat mit seiner Feststellung recht, dass der Klimaschutz und der Klimawandel komplexe Themenbereiche sind, von denen ganze Industriezweige und somit auch Arbeitsplätze abhängen.“ Deshalb schlagen die Freien Demokraten vor, mit den Schülern in einen Dialog zu treten, um Sie über die Möglichkeiten, Folgen und Risiken ihrer Forderungen aufzuklären und gleichzeitig ein Bewusstsein zu wecken, dass man Klimaschutz und Industrie miteinander verbinden kann. Ziel müsse es sein, dass Deutschland weiterhin ein starkes Industrieland bleibt.

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