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Krefeld: FDP fordert Einsatz beim Kampf gegen Arbeitslosigkeit​

Liberale in Krefeld : FDP fordert Einsatz beim Kampf gegen Arbeitslosigkeit

Ein hoher Fachkräftemangel auf der einen Seite und eine hohe Arbeitslosigkeit auf der anderen Seite rufen danach, Nachfrage und Angebot auf dem regionalen Arbeitsmarkt zusammenzubringen.

Die FDP will in Krefeld aktiv gegen die steigenden Arbeitslosenzahlen vorgehen. „Wenn es richtig ist, wovon wir ausgehen, dass die fetten Jahre der Wirtschaft zunächst einmal vorbei sind, so trifft dies Krefeld besonders hart. Vor allem greift der Hinweis auf Ukraine-Flüchtlinge als Ursache für die Arbeitslosigkeit in Krefeld zu kurz“, betont FDP-Fraktionsvorsitzender Joachim C. Heitmann.

Die Agentur für Arbeit hatte zu der in Krefeld aus 9,8 Prozent bestehenden Arbeitslosigkeit auf Flüchtlinge aus der Ukraine verwiesen. Heitmann: „Jedenfalls überzeugt dies nicht bei einer deutschlandweiten Arbeitslosigkeit von 5,2 Prozent und im Arbeitsamtsbezirk von 7,2 Prozent.“ Da der Arbeitsmarkt in der Seidenstadt nicht von Ukraine-Flüchtlingen „überrannt“ worden sei, wäre es hilfreicher, endlich einmal über die Krefeld-spezifischen Ursachen zu sprechen und Konsequenzen daraus zu ziehen. Das geeignete Gremium, diese Diskussion vorzubereiten, sei der Beirat des Jobcenters. Daran anschließen müsse sich eine „Ziel- und Maßnahmen-orientierte Beratung“ in den Ratsausschüssen für Soziales und Wirtschaft mit den beiden zuständigen städtischen Dezernenten Markus Schön und Eckart Preen.

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Eine entscheidende Rolle, so die FDP, komme der städtischen Schul- und Bildungsplanung zu: Ein hoher Fachkräftemangel auf der einen Seite und eine hohe Arbeitslosigkeit auf der anderen Seite rufen danach, Nachfrage und Angebot auf dem regionalen Arbeitsmarkt zusammenzubringen. Die FDP denkt dabei vor allem auch an eine bedarfsorientierte Ausrichtung der Krefelder Berufskollegs, aber auch an die Hochschule Niederrhein: „Eine Hochschule für angewandte Wissenschaften ist prädestiniert, mit dualen Angeboten marktorientiert zu lehren und auszubilden“, ergänzt der Fraktionschef der Liberalen.