Krefeld: FC Traar und Verberger TV kooperieren und bauen Beachvolleyballplätze.

Beachvolleyball in Krefeld: Beachvolleyball-Anlage entsteht in Traar

Der FC Traar und der Verberger TV arbeiten zusammen und bauen auf dem Gelände am Buscher-Holzweg Plätze für Beachvolleyball. Eine Investition, die zur Standortsicherung beitragen soll.

Der Verberger TV ist mit rund 800 Mitgliedern der größte Sportverein Verbergs. Und auch der FC Traar zählt mit den rund 250 Vereinsmitgliedern zu den Schwergewichten seines Stadtteils. Während am Luiter Weg in Verberg vor allem Volleyball und Badminton im Fokus stehen, bietet der FC Traar bisher ausschließlich Fußball an. Konkurrenz zwischen beiden Vereinen gibt es nicht. Das sehen auch die Vereinsvorstände so und starten deshalb nun eine Kooperation.

„Wir wollen neue Wege gehen. Wir sind zwei recht junge Vorstände und wir glauben, Zusammenzuarbeiten ist für beide Vereine von Vorteil“, sagt Andreas Stattrop, Traars zweiter Vorsitzender. Ihm pflichtet sein Vorstandskollege aus Verberg, Jan Moertter, bei. „Heute gilt es, auch über den Tellerrand zu schauen. Wir müssen Vereine attraktiver gestalten“, sagt er. Und so setzten sie sich zusammen und fanden ein Projekt, das nicht nur beide Vereine näher aneinander bringt, sondern auch den Stadtteil aufwertet: Auf dem Gelände am Buscher Holzweg, bei dem der FC Traar Hauptnutzer ist, sollen Beachvolleyballplätze entstehen.

Auf dem Rasenstück zwischen Aschen- und Rasenplatz wird der VTV mit Unterstützung von Sparkassenstiftung und Stadt die Sandplätze errichten. Dabei wollen die Vereinsmitglieder auch viel Eigenleistung einbringen. Das Projekt im Volumen von maximal 20.000 Euro begeistert dabei nicht nur die Vereinsmitglieder, die vermutlich spätestens ab Frühjahr auf den Plätzen Volleyball spielen können, auch der Bürgerverein sieht die Entwicklung mit großer Freude. „Wir alle wissen, dass die Sportplätze in Krefeld genau beobachtet werden und möglicherweise eingespart werden muss. Mit der erneuten Investition wird auch ein großes Stück Standortsicherung betrieben. Ein erster Schritt waren schon die neuen Umkleiden. Davon profitieren alle Traarer Sportvereine und die Schule nebenan“, sagt Marc Blondin, der Vorsitzende des Bürgervereins Traar.

Er fügt hinzu: „Es sind zwei gut aufgestellte Vereine, die das gut machen werden. Auch der TV Traar ist ja auf dem Gelände ansässig. So könnte es vielleicht ein kleines Sportzentrum werden und das Leben im Dorf weiter stärken. Es ist auch das Prinzip der kurzen Wege und die meisten Verberger Kinder kennen den Weg, da sie am Buscher Holzweg zur Grundschule gehen oder gegangen sind.“

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Für die Vereine ist es dabei nicht nur das sportliche Angebot selbst, von dem sie profitieren. „Wir sind bisher ja monothematisch auf Fußball ausgerichtet. Gerade für Familien ist es da gut, wenn wir im Zuge einer Zusammenarbeit zum Beispiel für den Sohn Fußball, für die Tochter Volleyball und den Vater Badminton anbieten können“, sagt Stattrop. Beide Vorstände sagen aber deutlich: Es geht zunächst einmal um eine Kooperation, nicht um eine Fusion. „Wir wollen beide unsere Eigenständigkeit als Vereine behalten. Aber über Synergien wollen wir für beide Seiten Vorteile generieren und unser Angebot erweitern“, erläutert Moertter.

Erstes gut sichtbares Zeichen der Kooperation sind nun die Beach-Plätze. Weitere könnten folgen. Derzeit laufen noch die abschließenden Gespräche zwischen den Vereinen und Vertretern der Stadt als Eigentümerin der Anlage. Sind diese abgeschlossen kann der Bau beginnen. „Wir haben Angebote zum Bau und die Finanzierung steht. Es fehlt nur noch die formale Basis“, sagt Moertter. Wann die Bagger tatsächlich rollen, hängt naturgemäß auch am Wetter. „Und an unseren Spielplänen, da wir auch Eigenleistung einbringen wollen. Vielleicht passiert es auch erst nach der Saison im Frühjahr“, sagt der VTV-Vorsitzende. Hat der Bau einmal begonnen, geht es schnell. Als Bauzeit sind zwei Wochen veranschlagt.

Nutzbar werden die Plätze nur für Vereinsmitglieder sein. Von der Öffentlichkeit werden die Plätze nicht buchbar sein. Umso mehr ein Argument für die Initiatoren, neue Mitglieder zu finden und damit sich und den Standort zu stärken. Oder, wie es Blondin sagt: „Wir sind als Bürgerverein froh über jeden Verein, der Engagement zeigt und etwas bewegt. Das hilft Traar, es hilft Verberg und wir unterstützen es gern.“

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