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Krefeld: Erneut drei Corona-Tote

Der Inzidenzwert liegt bei 147 : Erneut drei Corona-Tote in Krefeld

„Ab Montag, 18. Januar, kann in den Kiniken mit dem Impfen begonnen werden“, erklärt Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen. Stadtdirektor Markus Schön appelliert an die Eltern, ihre Kinder zu Hause zu betreuen.

Weniger Infektionen, steigende Todesfälle: Die aktuelle Entwicklung beim Verlauf der Corona-Epidemie setzt sich auch zum Ende der Woche fort. So sind in Krefeld drei weitere Menschen an oder mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben – das Gesundheitsamt vermeldete in dieser Woche 16 Todesfälle. Bei den Verstorbenen handelt es sich um zwei Personen Anfang 90 aus einem Seniorenheim. Ein weiterer Patient von 85 Jahren starb im Helios-Klinikum.

Mit 82 Neuinfektionen bis Freitag, 15. Januar, (Stand: 0 Uhr) vermeldet Krefeld zwar eine recht hohe Zahl an Ansteckungen. Doch der vom Robert-Koch-Institut ermittelte Wert der Neuinfektionen binnen sieben Tagen sinkt: Er liegt bei 147 pro 100.000 Einwohner (Vortag: 153). 750 Krefelder sind aktuell an Corona erkrankt (Vortag: 769), 5.249 gelten als genesen. Die Gesamtzahl positiver Tests seit Beginn der Epidemie liegt bei 6.085 (Vortag: 6.003). In den Krankenhäusern hat sich die Zahl der Corona-Patienten etwas reduziert: 58 Krefelder werden stationär behandelt, sieben von ihnen intensivmedizinisch. Fünf Personen müssen künstlich beatmet werden. 40.416 Erstabstriche wurden bis dato genommen, 594 Proben sind offen. 19.730 Mal war eine Quarantäne fällig.

Alle Krefelder Krankenhäuser sind startbereit, Corona-Impfungen bei ihren Mitarbeitern durchzuführen. „Ab Montag, 18. Januar, kann dort mit dem Impfen begonnen werden“, erklärt Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen. Geliefert wird das Präparat von Biontech und Pfizer, die Anzahl der Impfdosen bestellt jede Klinik für sich und regelt dies unmittelbar mit den NRW-Ministerien. „Die Lieferungen für die Bürger werden dadurch nicht tangiert“, so die Beigeordnete.

Das Impfzentrum auf dem Sprödentalplatz startet wie angekündigt am 1. Februar. Dort werden zunächst auf zwei Impfstraßen Personen über 80 Jahre geimpft. Eine Terminvereinbarung ist ab 25. Januar möglich. Hierfür werden Krefeld wöchentlich rund 950 Impfdosen zur Verfügung stehen. „Zu wenig“, sagt Lauxen. Schließlich leben in der Stadt mehr als 16.000 Menschen, die über 80 Jahre sind. „Sollte mittelfristig mehr geliefert werden, wäre das für das Impfzentrum kein Problem. Auch eine dritte Impfstraße kann jederzeit eingerichtet werden.“ Parallel werden Mitarbeiter des Rettungsdienstes sowie ambulanter Pflegedienste geimpft. Für diese Gruppe stehen pro Woche rund 230 Impfdosen zur Verfügung.

Stadtdirektor Markus Schön appelliert an die Eltern, ihre Kinder zu Hause zu betreuen. Trotz des „eingeschränkten Pandemiebetriebs“ liege die Betreuungsquote in den städtischen Kitas bei 30 Prozent, im Bereich der freien Träger sogar bei 40 Prozent. „Das ist mir viel zu hoch“, betont Schön. „Die Werte sind deutlich über denen des ersten Lockdowns.“ Zufriedenstellend seien die Zahlen im Schulsektor: Die Betreuungsquote liege bei rund zehn Prozent in den Grundschulen sowie im „niedrigen einstelligen Bereich“ in weiterführenden Schulen.

Der Kommunale Ordnungsdienst hat erneut fünf Passanten an den Haltestellen Rheinstraße und Hansa-Zentrum ohne Mund-Nase-Bedeckung angetroffen. Sie müssen jeweils ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro zahlen.