Krefeld: Entschärfung des Blindgängers am Grüner Dyk läuft

Zünder beschädigt: Blindgänger in Krefeld erfolgreich entschärft

Die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die an der Straße "am Grüner Dyk" eine Bombe worden ist, konnte erfolgreich gesprengt werden. Um kurz nach 20 Uhr wurde mit der Entschärfung begonnen. 1000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

Um 20.51 Uhr ist der Zünder dann kontrolliert gesprengt worden. Der Knall war in einem Umfeld von drei Kilometern Luftlinie noch zu hören. Die Sprengung ist gut verlaufen. Die Straßensperren wurden aufgehoben, die Bewohner konnten mittlerweile wieder in ihre Wohnungen zurück. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst sorgte für den Abtransport der entschärften Bombe.

Vorher war die Evakuierung des Gefahrenbereichs erst gegen 20 Uhr abgeschlossen, nicht wie geplant gegen 18 Uhr. In einem Radius von 250 Metern um den Fundort an der Straße am Grüner Dyk mussten alle Bewohner ihre Häuser verlassen. Dies betrifft etwa 1000 Menschen. Kurz nach 20 Uhr hat der Kampfmittelräumdienst mit der Entschärfung begonnen.

Gegen 18.50 Uhr hatte die Feuerwehr erst 14 Anwohner aus dem betroffenen Bereich in Sicherheit gebracht. Am Rande des Gefahrenbereichs an der Steckendorfer Straße, Ecke Moerser Straße standen Dutzende Anwohner, die von der Evakuierung offenbar überrascht worden waren und nicht in ihre Wohnungen gehen konnten, berichtete unser Reporter vor Ort.

Der Sprengkörper war gegen 14 Uhr bei Bauarbeiten gefunden worden. Es handelt sich um eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Offenbar ist die Entschärfung gefährlicher als gewöhnlich: Nach Informationen unserer Redaktion ist der Zünder des russischen 5-Zentner-Sprengkörpers beschädigt. Er wurde abgerissen und verbogen.

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Die Feuerwehr hat sämtliche verfügbaren Kräfte vorsorglich alarmiert. Auch aus den umliegenden Städten wurden Feuerwehr-Kräfte angefordert. Durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst wurde der Evakuierungsradius von 250 Metern festgelegt. In einem weiteren Radius von bis zu 500 Metern müssen etwa 3500 Anwohner in ihren Wohnungen bleiben und sich in dem Fundort abgewandte Räume begeben.

Die Grafik zeigt den Evakuierungsradius und die Schutzzone, die um die Fundstelle herum eingerichtet worden sind. Foto: Polizei

Seit 18 Uhr können Anwohner des betroffenen Bereichs die Sporthalle der Mosaikschule an der Felbelstraße aufsuchen. Ein Shuttle-Service wurde eingerichtet. Der Bus der Stadtwerke Krefeld pendelt zwischen Felbelstraße und Humboldtstraße / Moerser Straße.

Hilfsbedürftige Menschen erhalten unter Telefon 19222 Unterstützung.

Dieser Text wird laufend aktualisiert.

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(lsa/vo)
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