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Krefeld: Einfamilienhäuser weiter stark nachgefragt

Immobilienpreise in Krefeld : Einfamilienhäuser weiter stark nachgefragt

Die Preise für gebrauchte Immobilien in Krefeld steigen vielfach weiter. Für ein Reihenhaus zahlt man in der Seidenstadt derzeit im Schnitt rund 240.000 Euro.

(bk) Wer Eigentum anschaffen möchte, der ist in diesen Tagen gleich mehrfach gebeutelt. So muss der Kaufwillige bei der Planung nicht nur die gestiegenen und weiter steigenden Energiekosten der Immobilie beachten, sondern auch Mehrkosten für notwendiges Baumaterial für Renovierungen oder vom Gesetz geforderte Erneuerungen sowie ebenfalls steigende Handwerkerkosten berücksichtigen. Dabei sind bereits die Kaufpreise hoch. So meldet die Westdeutsche Landesbausparkasse LBS, dass die gestiegenen Hypothekenzinsen sich noch nicht auf die Preise für Gebrauchtimmobilien in Krefeld auswirken.

Über alle Objektarten hinweg seien die Angebotspreise im ersten Quartal 2022 um sechs Prozent gestiegen. „Es ist noch keine Beruhigung der teilweise turbulenten Preisentwicklung der vergangenen Jahre erkennbar. Denn die Nachfrage bleibt weiter hoch“, erklärt LBS-Gebietsleiter Niko Neumann, der die aktuelle Empirica-Preisdatenbank für Krefeld ausgewertet hat.

Dabei ermittelte er, dass Eigentumswohnungen in Krefeld derzeit durchschnittlich 2.373 Euro pro Quadratmeter und damit fünf Prozent mehr als im ersten Quartal 2022 kosten. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise sogar um 6 Prozent gestiegen.

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Für die vor allem bei Familien sehr beliebten gebrauchten Reihen- und Doppelhäuser mussten im 2. Quartal durchschnittlich 435.000 Euro bezahlt werden. Auch wenn es keine Preissteigerung gab, sind diese Immobilien für viele dadurch trotzdem weiter unerschwinglich. „Im entsprechenden Vorjahrszeitraum betrug die Teuerung noch ein Prozent“, berichtet Neumann.

Besonders begehrt sind freistehende Eigenheime, die aber auch besonders teuer sind und in Krefeld im Durchschnitt für 679.000 Euro angeboten werden. Das sind zehn Prozent mehr als noch im ersten Quartal. Im Vergleich zu 2021 sind sie um zwei Prozent gestiegen.

Basis der Empirica-Preisdatenbank sind alle Angebotspreise in Online- und Printanzeigen. Einen möglichen Effekt von Inflation und Zinsen sieht Niko Neumann dennoch: „Bisher musste meist davon ausgegangen werden, dass der tatsächliche Kaufpreis höher als das ursprüngliche Angebot lag. Jetzt haben Käufer oft wieder mehr Spielraum für Verhandlungen.“ Es gibt also Hoffnung, dass sich die angespannte Lage bessert.