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Krefeld: Drei Todesfälle im Zusammenhang mit Corona

Der Inzidenzwert in Krefeld liegt aktuell bei 64 : Drei Todesfälle im Zusammenhang mit Corona in Krefeld

Insgesamt 22 Krefelder werden aktuell wegen eines schweren Corona-Krankheitsverlaufs in einer Klinik behandelt, drei von ihnen auf der Intensivstation, zwei werden künstlich beatmet.

In Krefeld gibt es drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Nach Aussage des Gesundheitsamtes handelt es sich bei den Verstorbenen um eine Person Anfang 70 und einen Heimbewohner im Alter von Mitte 80. „Zu Vorerkrankungen ist nichts bekannt“, ergänzt ein Stadtsprecher. Verstorben ist auch eine Person Mitte 50 mit schweren Vorerkrankungen. Die Gesamtzahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie steigt damit in Krefeld auf 117. 

In den Krankenhäusern bleibt die Lage stabil: 22 Krefelder werden aktuell wegen eines schweren Krankheitsverlaufs in einer Klinik behandelt, drei von ihnen auf der Intensivstation, zwei werden künstlich beatmet. Die Entwicklung der Neuinfektionen zeigt weiterhin eine leicht sinkende Tendenz. Aktuell erkrankt sind in Krefeld derzeit noch 205 Menschen (Vortag: 217), als genesen gelten 6.542 Personen. Bis Mittwoch, 10. Februar, (Stand: 0 Uhr) waren 26 neue Ansteckungen zu verzeichnen, so dass die Gesamtzahl positiver Fälle auf 6.864 ansteigt. Das Robert-Koch-Institut errechnet einen etwa gleichbleibenden Inzidenzwert von gerundet 64 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Bis dato wurden 41.379 Erstabstriche genommen, 89 Tests sind in den Labors noch offen. 22.429 Mal war eine Quarantäne fällig.

Der Kommunale Ordnungsdienst verhängte am Dienstag an der Haltestelle Hansa-Zentrum drei Bußgelder an Personen, die keine vorgeschriebene Mund-Nase-Bedeckung trugen. Sie müssen jeweils 150 Euro zahlen. An der Kindertageseinrichtung (Kita) St. Franziskus ist ein Corona-Fall aufgetreten. Zehn Kontaktpersonen müssen vorsorglich in Quarantäne. Auch in der Kita Advent an der Steckendorfer Straße hat es einen Fall von Covid-19 mit 15 Quarantäne-Betroffenen gegeben. Am Dienstag hatte die Verwaltung fälschlicherweise mitgeteilt, dass die städtische Kita an der Steckendorfer Straße betroffen sei. „Dies ist nicht der Fall“, erklärt ein Sprecher des städtischen Presseamts. „Wir bitten, den Irrtum zu entschuldigen.“

Krankenkassen und Ärzte warnen vor dem Verschieben von Vorsorgeuntersuchungen aus Angst vor dem Corona-Virus: So trauen sich seit Beginn der Pandemie viele Menschen nicht mehr zum Zahnarzt. Aktuelle Daten der KKH Kaufmännische Krankenkasse zeigen, dass die Bereitschaft zur Zahnvorsorge so stark zurückgegangen ist wie seit Jahren nicht: In NRW sank die Zahl im ersten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als zehn Prozent. Im zweiten Quartal, also von April bis Juni, nahmen sogar rund 18 Prozent weniger Versicherte einen Kontrolltermin beim Zahnarzt war. In den Jahren vor der Pandemie war die Bereitschaft zur Zahnvorsorge hingegen immer stagniert beziehungsweise nur minimal gesunken.

Die Lebensqualität und psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland hat sich im Verlauf der Corona-Pandemie weiter verschlechtert, wie aus einer zweiten Erhebung der sogenannten Copsy-Studie des Hamburger Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) hervorgeht. Extrem belastet seien vor allem Kinder und Jugendliche aus Risikofamilien, erklärt die Leiterin der Studie, Ulrike Ravens-Sieberer. Bereits im Frühjahr 2020 zeigte die erste Erhebung eine Verschlechterung der Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen, die sich im Verlauf der zweiten Untersuchung nochmals verstärkt hat. Mehr als acht von zehn Kindern und Jugendlichen fühlen sich danach stärker belastet. Grund hierfür sind vor allem der Rückgang von sozialen Kontakten während des „Homeschoolings“. Gerade bei jüngeren Kindern seien Ängste, Sorgen und psychosomatische Belastungen akut.