Wettbewerb für Bürger Das diverse Krefeld - Kultursekretariat prämiert Filme und Hörstücke

Krefeld · Kleine Videos oder Audio-Stücke zum Thema „Erlebte Diversität“ sind gesucht bei einem Wettbewerb. Der richtet sich ausdrücklich nicht nur an professionelle Kreative. Wir sagen, wie das funktioniert und was das Preisgeld ist.

Ein Festival erlebter Diversität in Krefeld  ist seit Jahrzehnten das Internationale Folklorefest mit Musik und Spezialitäten aus vielen Ländern.

Ein Festival erlebter Diversität in Krefeld ist seit Jahrzehnten das Internationale Folklorefest mit Musik und Spezialitäten aus vielen Ländern.

Foto: Samla Fotoagentur/samla.de

Der Satz gilt noch genau so wie vor einem halben Jahrhundert: „Fördern, was es schwer hat.“ Mit diesem Ziel hat das Kultursekretariat NRW 1974 seine Arbeit aufgenommen. Ohne seine Kooperation hätten sich zum Beispiel „Move“ und der zeitgenössische Tanz vor knapp 25 Jahren in Krefeld nicht etablieren können. Anlässlich seines 50-jährigen Bestehens hat das Kultursekretariat jetzt mit seinen Mitgliedsstädten, zu denen auch Krefeld gehört, einen Wettbewerb ausgeschrieben. Menschen aus den Mitgliedsstädten sind aufgerufen, ihre Erfahrungen zum Thema „Erlebte Diversität“ in kurzen Smartphone-Videos oder Audios von maximal fünf Minuten Dauer festzuhalten. Das Preisgeld beträgt 2.000 Euro und wird vom Kultursekretariat NRW gestiftet.

Laut städtischer Statistik leben in Krefeld Menschen aus mehr als 170 Herkunftsländern. Fast 40 Prozent der Gesamtbevölkerung haben eine Migrationsgeschichte. Bewerben können sich alle Bürger, ob mit oder ohne Migrationshintergrund. Künstlerische Erfahrungen werden nicht vorausgesetzt. „Thema der Ausschreibung ist die im eigenen Umfeld, in der Stadt und im Stadtteil erlebte Vielfalt und Diversität im Sinne von kulturellem Hintergrund und Herkunft“, heißt es. Wichtig: Der lokale Bezug zu Krefeld oder Stadtteil oder Viertel muss erkennbar sein.

„Die Bewerbung erfolgt ausschließlich mit dem Film und/oder dem Hörstück. Hinzuzufügen ist ein repräsentatives Bild als digitales ,Titelblatt‘“, fordert das Kultursekretariat. Die Beiträge müssen bis Freitag, 15. März, via WeTransfer an die E-Mail-Adresse kultur@krefeld.de eingehen. Eine Jury wählt „den bemerkenswertesten Video-/Handyfilm oder das bemerkenswerteste Hörstück“ aus. Beurteilt werden der Bezug zum Thema, zur Stadt Krefeld oder zum Viertel, die Qualität des künstlerischen Ansatzes und dessen kreative Ausführung sowie die technische Kompatibilität für die digitale Bildschirmdarstellung.

In der Krefelder Jury sitzen die Integrationsbeauftragte Silvia Fiebig, Sandra Franz, Leiterin der NS-Dokumentationsstelle, und Zehra Bal von der Antidiskriminierungsstelle.

Im Sommer sollen die digitalen „Titelblätter“ im Internet präsentiert werden. Alle Arbeiten werden am 6. September beim Festakt zum Jubiläum des Kultursekretariats NRW im Foyer der Oper Wuppertal auf Screens zu sehen sein. Die Bekanntgabe der Preisträger aller beteiligten Mitgliedsstädte soll bis zum 30. Juni erfolgen.

(ped)
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